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Uniformierte mit Langwaffen: Wer überquerte nachts die Grenze zwischen Belarus und Polen?

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Von euronews
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Uniformierte mit Langwaffen: Wer überquerte nachts die Grenze zwischen Belarus und Polen?
Copyright  Czarek Sokolowski/The Associated Press

In der Nacht vom 1. auf den 2. November haben nach polnischen Angaben uniformierte Personen aus Belarus kommend die Grenze überquert. Diese hätten Langwaffen mit sich geführt, meldete die polnische Armee. Einem Mitarbeiter der belarussischen Botschaft wurde vom Außenministerium in Warschau eine schriftliche Beschwerde übergeben.

„Weitere aggressive Provokation der belarussischen Seite"

Der polnische Armeesprecher Stanislaw Zaryn sagte: „Es war ein Geschehen mit Bewegung und eingeschränkter Sicht. Es war also unmöglich zu erkennen, um was für Einheiten es sich handelte. Wir haben es mit einer weiteren aggressiven Provokation der belarussischen Seite zu tun."

Der belarussische Botschaftsmitarbeiter bestritt die Vorwürfe. Seit August hat Polen eigener Angabe nach mehr als 10 000 Grenzdurchbrüche verhindert. 1500 Menschen wurden aufgegriffen und in Flüchtlingslager gebracht.

Sperranlagen werden ausgebaut

Michal Tokarczyk, Sprecher des polnischen Grenzschutzes, erläuterte: „In der vergangenen Woche haben wir mehrere Versuche festgestellt, die Grenze mit Gewalt zu überqueren. Noch schlimmer ist: Wir stellen immer aggressiveres Verhalten von Menschen aus dem Ausland fest, die nicht immer über die Grenze wollen, aber beispielsweise Gegenstände auf Mitglieder der Grenzschutztruppen und der Armee werfen."

Polens Präsident Andrzej Duda hat zu Wochenbeginn mit seiner Unterschrift ein Gesetz gebilligt, das den Ausbau der Sperranlagen an der Grenze zu Belarus regelt. Die Arbeiten sollen bis zum Frühling abgeschlossen sein.