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Weltklimakonferenz: Abschlusserklärung mit weinendem Auge

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Von euronews
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Weltklimakonferenz: Abschlusserklärung mit weinendem Auge
Copyright  Alberto Pezzali/Copyright 2021 The Associated Press. All rights reserved

Vertreter von fast 200 Staaten haben sich auf eine Abschlusserklärung der Weltklimakonferenz geeinigt. Diese fordert die Länder auf, den Kohleausstieg einzuleiten. Zudem sollen die Staaten "ineffiziente" Subventionen für Öl, Gas und Kohle streichen.

Die Formulierung wurde in letzter Minute auf Druck von China und Indien abgeschwächt. Nicht nur kleine Inselstaaten, zeigten sich zutiefst enttäuscht von der Änderung. Die Verwendung von Kohle zur Energieerzeugung, soll demnach nun "herabgesetzt" und nicht mehr "ausgeschlichen" werden.

Emotionales Finale des Gipfels

Nach den nervenaufreibenden Verhandlungen zog Gipfelpräsident Alok Sharma ein emotionales Fazit:

"Ich entschuldige mich dafür, wie es gelaufen ist und es tut mir sehr Leid. Ich verstehe die Enttäuschung, aber wie Sie gemerkt haben, halte ich es für lebenswichtig, das Zustandekommen der Erklärung insgesamt zu schützen."

EU-Kommissar Frans Timmermans äußerte seine große Enttäuschung darüber, würdigte die Forderung zum Kohleausstieg aber dennoch als "historisch".

Experten bemängeln Ausmaß der Einigung

Reiche Länder wurden beschuldigt, versagt zu habe. Sie hätten es versäumt, finanzielle Mittel für die von Dürre, vom steigendem Meeresspiegel, von Feuer und Stürmen bedrohten Staaten zur Verfügung zu stellen. Das meint auch Brandon WU, US-Direktor der Nichtregierungsorganisation Action Aid, die sich gegen Armut und Ungerechtigkeit einsetzt:

Die auf dem zweiwöchigen Gipfel getätigten Zusagen zu Emissionssenkungen blieben Experten zufolge weit hinter dem zurück, was für eine Begrenzeung der Erwärmung auf 1,5 Grad Celsius nötig gewesen wäre.