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Russland: Doch ein Überlebender aus dem Schacht geholt

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Von Euronews  mit dpa
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Sibirien
Sibirien   -   Copyright  AFP

Nach dem schweren Unglück in dem russischen Kohlebergwerk mit vielen Toten ist ein Mensch lebend unter Tage gefunden worden. Die Behörden waren davon ausgegangen, dass niemand mehr am Leben sein könne. Er sei in ein Krankenhaus gebracht worden, teilte der Gouverneur des Gebiets Kemerowo, Sergej Ziwiljow, mit. 

Die Zahl der Toten wurde mit 52 angegeben. Auch mehrere Retter starben. Leichen könnten momentan nicht aus der Grube geholt werden, erklärte der Gouverneur: "Im Moment sind uns wegen der Gaskonzentration die Hände gebunden. Die Methankonzentration muss abnehmen, denn sonst ist die Explosionsgefahr zu groß. Wir messen kontinuierlich die Methankonzentration und sobald es uns möglich ist, machen wir weiter. Wir glauben, dass dies drei Tage dauern kann. Dann werden wir entscheiden, wie wir weiter vorgehen werden."

Im Schacht Listwjaschnaja war es am Donnerstag morgen aus ungeklärter Ursache zu einer Explosion gekommen. Keiner der Verletzten schwebt noch in Lebensgefahr.

Vitali Keraskow von der zuständigen Gesundheitsbehörde in Kemerowo sagte: "63 Bergleute aus dem Schacht Listwjaschnaja mussten versorgt werden, aber 13 mussten wir nicht stationär aufnehmen. Wir haben die 50 anderen in vier verschiedenen Krankenhäusern der Region untergebracht."

Der Direktor des Bergwerks, zwei seiner nächsten Mitarbeiter und zwei staatliche Experten wurden festgenommen. Die Experten hatten erst vor einer Woche festgestellt, in der Kohlegrube sei alles in Ordnung.