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Ungarn: Schließen Schulen wegen Impfpflicht?

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Von Euronews Budapest, su
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Ab Januar könnte der Unterricht an mehreren Schulen in Ungarn eingestellt werden, warnt der Lehrerverband (PSZ) – wegen der verkündeten Impfpflicht für Lehrer.

Die Regierung hatte sie Ende Oktober in staatlichen Schulen eingeführt - und wer bis Mitte Dezember nicht geimpft ist, darf nicht unterrichten.

Auch wenn die Impfrate bei Lehrern sehr hoch ist: 90% sind es laut Personalministerium (EMMI) - befürchten viele, dass sich Impfverweigerer - tausende Lehrer - andere Jobs suchen könnten.

Zsuzsa Szabó, President, Lehrergewerkschaft (PSZ):

“Im Moment fehlen ohnehin schon 11-12.000 Lehrer. Mehr als 5.000 Impfverweigerer könnten in unbezahlten Urlaub geschickt werden."

Dabei ist der Lehrermangel in Ungarn auch ohne Coronakrise chronisch. Wegen des niedrigen Gehalts fingen schon 2019 weniger als 3.000 Junglehrer an, während 5.000 Lehrer in Rente gingen.

Eltern machen sich auch Sorgen über die Abwanderung von Lehrern an Privatschulen.

György Miklós, "PARENT VOICE"  Community:

„Private Institutionen haben es leichter, Lehrkräfte zu finden. An staatlichen Schulen herrscht bereits ein weitaus größerer Lehrermangel. Wenn dieser Prozess durch die aktuelle Maßnahme intensiviert wird, werden sich diese Kluft vergrößern und die Qualität der Bildung in öffentlichen Einrichtungen weiter verschlechtern.“

In den Privatschulen hat die Regierung es dem Arbeitgeber überlassen, ob er eine Impfpflicht vorschreibt oder nicht.

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