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Nachwuchs-Künstlerin im Kriegsland Syrien: "Ich male Hoffnung"

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Von Yousef Gharibi, su
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Nachwuchs-Künstlerin im Kriegsland Syrien: "Ich male Hoffnung"
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Eine Insel des Friedens, mitten im Krieg?

Roaa Tanari, Malerin:

„Malen bedeutet für mich ein anderes Leben.

Beim Zeichnen vergesse ich alles um mich herum; Ich bin lieber in meiner Welt, wo ich malen kann, wovon ich träume und wo ich sein möchte.“

Roaa ist 16, der Bürgerkrieg in Syrien gut 10 Jahre alt. Die Oberschülerin aus Sarmin bei Idlib im umkämpften Nordwesten Syriens hat den größten Teil ihres Lebens in den Ruinen des Krieges verbracht.

Malen bedeutet für mich ein anderes Leben
Roaa Tanari
Malerin

Roaa Tanari, Malerin:

“Der Krieg hat mich und meine Umgebung geprägt, Krieg und Zerstörung. Also nehme ich die Malerei, um der Realität, in der ich lebe, zu entfliehen. Ich male die Natur. Ich male Hoffnung. Ich male Optimismus.“

In Nordwestsyrien regieren seit 2015 Oppositionskräfte, Bildung ist ein Hindernislauf. Kunstschulen und Ausrüstung sind Mangelware. Was Roaa kann, hat sie sich selber beigebracht.

Roaa Tanari, Malerin:

„Material für Kunst zu finden, ist hier in der Gegend sehr schwer. Ich habe das Holz entdeckt, ich mache die Leinwand . Meine Pinsel sind die simpelsten. Ich habe viel Mangel erlebt – die ganze Ausrüstung habe ich selbst hergestellt, natürlich.“

Roaa würde so gern professionell malen lernen, aber sie sieht keine Zukunft für sich (als Künstlerin) in ihrem trostlosen und gefährlichen Land.

Roaa Tanari, Malerin:

“Ich träume davon, in ein europäisches Land zu gehen, wo ich an einem kunstfördernden Institut studieren und malen und zeichnen kann, wo ich mein Talent entfalten kann.“

Yousef Gharibi, su