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Lagebericht aus der Ukraine: "Warum sollte Lwiw verschont bleiben?"

Vorausschauend: Statuen in Lwiw werden aus Furcht vor Kriegsschäden besonders geschützt
Vorausschauend: Statuen in Lwiw werden aus Furcht vor Kriegsschäden besonders geschützt Copyright Pavlo Palamarchuk/Copyright 2022 The Associated Press. All rights reserved.
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Von Valérie GauriatEuronews
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Euronews-Korrespondentin Valerie Gauriat ist für die Berichterstattung aus dem Kriegsgebiet von der Hauptstadt Kiew in das westukrainische Lwiw umgezogen. Auch für diese Stadt sieht die Perspektive eher düster aus.

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Euronews-Korrespondentin Valerie Gauriat hat zunächst aus der Hauptstadt Kiew über die russische Invasion der Ukraine berichtet. Als es dort zu brenzlig für Berichterstattende wurde, ist sie Richtung Westen  umgesiedelt, nach Lwiw, circa 40 Kilometer vor der polnischen Grenze. 

Am neunten Kriegstag sendete Valerie Gauriat folgenden Bericht: "Ich stehe gerade in Lwiw in der Westukraine, 550 Kilometer von der Hauptstadt Kiew entfernt. Lwiw galt bisher als sicherer Hafen, und deshalb kommen seit Beginn der Bombardierung Hunderte von Flüchtlingen aus verschiedenen Teilen des Landes und im Moment auch aus der ukrainischen Hauptstadt hierher.

Sie wollen in die angrenzenden Länder, vor allem nach Polen, das nur 40 Kilometer von hier entfernt ist, und die Hotels hier sind voll mit Flüchtlingen. Es wird also immer voller. Die andere wichtige Präsenz ist die internationale Präsenz.

Die meisten Botschaften sind von Kiew nach Lwiw umgezogen, ebenso wie alle internationalen Organisationen und die Medien, die jetzt auch von Kiew aus nach Lwiw strömen. Sie sind in den letzten drei Tagen hierher gekommen

Und das hat zwei Konsequenzen. Die erste ist, dass es die Anreise noch komplizierter macht. Die Züge sind überfüllt, und die Bahnhöfe sind völlig überlastet, ebenso wie die Straßen. Ich habe zum Beispiel fast zwei Tage gebraucht, um hierher zu kommen.

Überall gibt es Kontrollpunkte und Straßensperren, sowohl von der ukrainischen Armee als auch von den zivilen Freiwilligen der Territorialen Verteidigungskräfte.

Das verlangsamt also alles, die riesigen Staus und die Tatsache, dass es hier eine so starke Präsenz gibt, vor allem die diplomatische Präsenz, lässt die Leute jetzt fürchten, dass die Stadt vielleicht nicht mehr lange ein sicherer Zufluchtsort ist, denn sie könnte ein neues Ziel für den russischen Präsidenten Wladimir Putin werden.

Und in der Tat wäre das nicht sehr überraschend. Putin hat deutlich gemacht, dass er die gesamte Ukraine kontrollieren möchte, und Lwiw ist eine der wichtigsten Städte des Landes. Es gibt also keinen Grund, warum Lwiw verschont bleiben sollte."

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