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Frankreich wählt Präsident:in - "das Wählerinteresse war noch nie so gering"

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Von su  mit dpa
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Frankreich wählt Präsident:in - "das Wählerinteresse war noch nie so gering"
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Emmanuel Macron weit vorne (liberale Bewegung LREM, "La Republique en Marche", 33,5%), dahinter Marine Le Pen vom rechtsextremen "Rassemblement National" (RN, 15 %) und Jean-Luc Mélenchon für die linkspopulistische "La France Insoumise" (LFI, 13%) – sie führen vier Wochen vor der Präsidentenwahl in Frankreich in den Umfragen („Elabe“, Stand 08/03).

Seit der russischen Invasion in der Ukraine sind die Werte von Emmanuel Macron gestiegen. Auch Jean-Luc Mélenchon machte weiter Punkte, während der rechtsextreme Éric Zemmour ("Reconquête", 11%), Marine Le Pen und die Konservative Valérie Pécresse (10,5 %) Zustimmung verloren.

Frederic Dabi, Generaldirektor des Markt- und Meinungsforschungsinstituts Ifop (Institut Francais d'Opinion Publique):

„Die Dinge können sich ändern, weil wir in die Zielgerade eines seltsamen Wahlkampfes einschwenken. Es ist wahr, dass das WählerInteresse, gemessen von Ifop, noch nie so gering war. Die Kampagne wurde von Covid getroffen, kam nur schwer in Gang, und jetzt hat sie dieser Krieg in der Ukraine abgewürgt."

Zu den Sorgen der Franzosen vor dieser Präsidentschaftswahl gehört das Gesundheitssystem, dessen Schwächen die Covid-Krise offengelegt hat. Oder Fragen im Zusammenhang mit Umwelt und Einwanderung.

Und:

Frederic Dabi, Generaldirektor des Markt- und Meinungsforschungsinstituts Ifop (Institut Francais d'Opinion Publique):

„Die Kaufkraft ist ein wichtiges Thema, als Folge des Krieges, die Franzosen sprechen mit uns über Inflation, die Lebenshaltungskosten, Rohstoffkosten, Energie mit einem Liter Benzin für mehr als 2 Euro, 2,20 Euro an der Zapfsäule.“

2 WAHLGÄNGE ZU ERWARTEN

Der erste Wahlgang der Präsidentschaftswahl ist am 10. April, die zweite Runde am 24. April.

2017 hatte Emmanuel Macron die entscheidende Stichwahl gegen die Zweitplazierte des ersten Wahlgangs Marine Le Pen deutlich mit 66,1 % der abgegebenen gültigen Stimmen gewonnen.

Der französische Staatspräsident wird direkt vom Volk gewählt. Im ersten Wahlgang ist ein Kandidat gewählt, wenn er die absolute Mehrheit der abgegebenen Stimmen erhält. Erreicht dies kein Kandidat – was bisher bei allen Präsidentschaftswahlen seit 1965 der Fall war –, wird eine Stichwahl zwischen den beiden Bewerbern angesetzt, die im ersten Wahlgang die meisten Stimmen erhalten haben.

su mit dpa, AFP