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Frustriert und "kariert": Ungarische Lehrer streiken

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Von Euronews  mit EBU
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Auf der Lehrer-Demo war viel karierter Stoff zu sehen - ein Widerstandssymbol gegen die Orban-Regierung.
Auf der Lehrer-Demo war viel karierter Stoff zu sehen - ein Widerstandssymbol gegen die Orban-Regierung.   -   Copyright  EBU/HUMTV

Ungarische Lehrerinnen und Lehrer haben am Samstag vor dem vor dem ungarischen Parlament in Budapest für höhere Gehälter demonstriert. Unterstützt wurden sie dabei von Schülern und Eltern.

Auch einige NGOs wie das Helsinki-Komitee und Amnesty International nahmen an der Demonstration teil.

Ein unbefristeter Lehrerstreik, der von mehreren Gewerkschaften unterstützt wird, begann am vergangenen Mittwochmorgen.

Der Konflikt mit der Regierung schwelt bereits seit einigen Jahren. Es gab zahlreiche offene Briefe und Warnstreiks. In erster Linie geht um mehr Gehalt und eine Verringerung der Arbeitsbelastung.

Nachdem die jüngsten Verhandlungen gescheitert waren, beschlossen die Gewerkschaften einen unbefristeten Streik.

Karierter Stoff als Protestsymbol

Auf der Demo trugen viele Teilnehmer:innen karierte Hemden oder waren in karierte Tischdecken gehüllt. Der karierte Stoff ist beim Lehrpersonal in Ungarn zu einer Art Oppositionssymbol geworden. 

Auslöser war die Äußerung des ehemaligen Staatssekretärs für das Hochschulwesen, István Klinghammer, der in einem Interview gesagt hatte, er könne "die unrasierten, ungepflegten Lehrkräfte, die in ihren karierten Hemden herumlaufen, nicht ertragen."

Der Protest am Samstag fand statt, obwohl der Stabschef des Ministerpräsidenten, Gergely Gulyás, am Mittwoch versprochen hatte, dass "die Erfüllung der (Lehrer-)Forderungen zu den wichtigsten Aufgaben der nächsten Legislaturperiode gehören wird."