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Nach Huthi-Anschlag nahe Formel-1-Strecke: Waffenstillstand gegen Gefangene

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Von Euronews  mit dpa
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Nach Huthi-Anschlag nahe Formel-1-Strecke: Waffenstillstand gegen Gefangene
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Im Austausch für die vollständige Freilassung aller Gefangenen der Huthi-Rebellen, sei die Gruppe bereit, einen Waffenstillstand anzubieten. Das sagte der Vorsitzende des regierenden Hohen Politischen Rats der Rebellen, Mahdi al-Mashat am Samstag. 

Konflikt im Jemen - Eskalation am 7. Jahrestag

Saudi-Arabien kämpft seit 2015 mit Verbündeten im Jemen an Seite der Regierung gegen die vom Iran unterstützen Huthis und will dort den Einfluss Teherans zurückdrängen. Die Huthis, die das arme Land 2014 überrannt hatten, beherrschen heute weite Teile des Nordens samt der Hauptstadt Sanaa.

Am Freitag, dem siebten Jahrestag des Konflikts, hatten die Huthi Raketen auf 16 Ziele in Saudi-Arabien abgefeuert, die zu einem Brand in einer Ölanlage nahe einer Formel-1-Rennstrecke in Dschidda führten. Die Fahrer äußerten sich besorgt über den Angriff, bei dem schwarzer Rauch über das Gebiet waberte. Der Große Preis von Saudi-Arabien soll dort wie geplant am Sonntag stattfinden. 

Die von Saudi-Arabien geführte Koalition reagierte nach eigenen Angaben mit einer Reihe von Gegenangriffen auf Huthi-Hochburgen in Sanaa und der Hafenstadt Hodeidah.

Als Reaktion auf die massiven Vergeltungsschläge aus Saudi-Arabien haben die Huthi-Rebellen nach eigenen Angaben bereits die Angriffe eingestellt und bieten nun einen einseitigen dreitägigen Waffenstillstand an. 

"Wir sind bereit, alle Gefangenen der Koalition freizulassen, einschließlich des Bruders des jemenitischen Präsidenten Hadi, der Gefangenen der lokalen Milizen und aller Gefangenen anderer Nationalitäten, die wir inhaftiert haben. Im Austausch für die vollständige Freilassung aller unserer Gefangenen", so der Vorsitzende des regierenden Hohen Politischen Rats der Rebellen, Mahdi al-Mashat.

Die Huthi stellten im Fall eines vollständigen Gefangenenaustauschs auch einen "dauerhaften" Waffenstillstand in Aussicht.

Der brutale Konflikt hat in den vergangenen sieben Jahren Millionen Menschen an den Rand einer Hungersnot gebracht hat. Hunderttausende Menschen sind gestorben oder getötet worden, Millionen in die Flucht getrieben. Die UNO bezeichnete den Konflikt im Jemen als die schlimmste humanitäre Krise der Welt. 

Erst vor einigen Tagen hatten die Golf-Staaten die Konfliktparteien des Kriegs im Jemen, darunter auch die Huthi-Rebellen, zu Gesprächen nach Riad eingeladen. Die einwöchigen Beratungen, zu denen der Golf-Kooperationsrat (GCC) rund 500 Teilnehmer eingeladen hat, sollen am 29. März in Riad beginnen. Die Huthis lehnten die Einladung ab. Bisherige diplomatische Bemühungen zu einer Beilegung des Konflikts blieben erfolglos.

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