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Angelina Jolie vor Ort: Auch in Jemen brauchen Geflüchtete Hilfe

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Von Katharina Sturm
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Angelina Jolie im Jemen
Angelina Jolie im Jemen   -   Copyright  Marwan Tahtah/Marwan Tahtah/UNHCR

Die Hollywood-Schauspielerin Angelina Jolie besuchte am Sonntag, den 6. März den kriegszerstörten Jemen, um ihre Solidarität mit den vertriebenen Familien zu zeigen und um auf die bevorstehende Spendenaktion zu aufmerksam zu machen.

Jolie, die Sonderbeauftragte der Vereinten Nationen für Flüchtlingsfragen, ist in der südlichen Küstenstadt Aden gelandet, um sich dort mit den Familien und Flüchtlingen zu treffen.

Das UN-Flüchtlingshilfswerk hofft, dass Jolies Besuch im Vorfeld der jährlichen Spendenkonferenz für den Jemen am 16. März die Aufmerksamkeit auf den wachsenden humanitären Hilfsbedarf im Jemen lenkt. Jemen ist das ärmste Land der arabischen Welt, und die Situation dort wird als eine der schlimmsten humanitären Krisen der Welt bezeichnet.

In einem Instagram-Beitrag weist Jolie darauf hin, dass es genau wie in der Ukraine auch in Jemen Menschen gibt, die Frieden brauchen.

Nach Angaben der UN sind etwa 66 Prozent der 30 Millionen Menschen im Jemen auf humanitäre Hilfe angewiesen, um ihr tägliches Überleben zu garantieren. Darunter sind mehr als 4,2 Millionen Vertriebene und 102.000 Flüchtlinge und Asylsuchende.

"Diese Woche waren eine Million Menschen gezwungen, vor dem schrecklichen Krieg in der Ukraine zu fliehen", teilt Jolie auf ihrem Instagram Account mit. "Wenn wir etwas aus dieser schockierenden Situation lernen, dann, dass wir nicht selektiv entscheiden können, wer Unterstützung verdient und wessen Rechte wir verteidigen. Jeder verdient das gleiche Mitgefühl. Das Leben der zivilen Opfer eines Konflikts ist überall gleich viel wert. Nach sieben Jahren Krieg brauchen auch die Menschen im Jemen Schutz, Unterstützung und vor allem Frieden."

Der Bürgerkrieg im Jemen

Der Jemen wird seit 2014 von einem Bürgerkrieg erschüttert. Damals übernahmen die vom Iran unterstützten Houthi-Rebellen die Kontrolle über die Hauptstadt Sanaa und große Teile des Nordens des Landes und zwangen die Regierung zur Flucht in den Süden und dann nach Saudi-Arabien. Eine von Saudi-Arabien angeführte Koalition, die damals von den Vereinigten Staaten unterstützt wurde, schloss 2015 in den Krieg an, um zu versuchen, die jemenitische Regierung wieder an die Macht zu bringen.

Seitdem hat sich der Konflikt zu einem regionalen Stellvertreterkrieg entwickelt, in dem mehr als 150.000 Menschen getötet wurden, darunter über 14.500 Zivilisten.

Rund 13 Millionen Menschen im Jemen steuern aufgrund des langwierigen Konflikts und fehlender finanzieller Mittel auf den Hungertod zu.