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Selenskyj: Russische Kernwaffen "reale Bedrohung"

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Von su  mit dpa
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©   -   Copyright  Max Pshybyshevsky/Associated Press

Militärische Rückschläge Russlands steigern für den ukrainischen Präsidenten Wolodimir Selenskyj das Risiko, dass Russland sein Nukleararsenal einsetzt - eine echte Bedrohung.

Das sagte er in einem Interview mit CNN...

... und bekräftigte die Aussagen des US-Geheimdienstchefs.

William Burns, CIA-Chef :

„Angesichts der denkbaren Verzweiflung von Präsident Putin und der russischen Führung angesichts der bislang erfahrenen militärischen Rückschläge kann keiner von uns die Bedrohung durch einen möglichen Einsatz taktischer Atomwaffen oder Atomwaffen geringer Sprengkraft auf die leichte Schulter nehmen. Wir tun es nicht.

Wir haben einige rhetorische Stellungnahmen seitens des Kreml gehört, dass er zu höheren nuklearen Alarmstufen übergeht. Bis jetzt haben wir allerdings nicht viele praktische Belege dafür.“ 

US-Präsident Joe Biden sei mit seiner Politik darum bemüht, „einen dritten Weltkrieg zu vermeiden, eine Schwelle zu vermeiden, ab der ... ein atomarer Konflikt möglich wird“, sagte der CIA-Chef. Der Präsident habe daher klargemacht, dass weder die USA noch die NATO direkt in den Krieg in der Ukraine eingreifen würden.

"TAKTISCHE" ATOMWAFFEN

Gegenwärtig verfügt Russland über rund 6.257 Atomsprengköpfe, das größte Nukleararsenal der Welt.

Etwa ein Drittel der russischen Atomsprengköpfe sind sogenannte „taktische“ Atomwaffen mit kurzer Reichweite, deren Wirkungskreis und Sprengkraft deutlich geringer ist als bei strategischen Atomwaffen.

Die „kleineren“ Atomwaffen sind dazu bestimmt, auf dem Schlachtfeld gegen Truppenformationen, Panzer oder militärische Einrichtungen und Bunker als wirkmächtige Alternative zu herkömmlichen Waffen eingesetzt zu werden.

Die Sorge im Westen über mögliche Atomwaffenpläne Moskaus war gestiegen, als Putin zum Auftakt des Kriegs in der Ukraine die russischen Abschreckungswaffen in erhöhte Alarmbereitschaft versetzen ließ. Zu diesen Waffen zählt Russland auch seine Atombomben.

su mit dpa