Dieser Inhalt ist in Ihrer Region nicht verfügbar

Untergang des russischen Kriegsschiffes "Moskwa": Rache und Gedenkmarken

Access to the comments Kommentare
Von su  mit AFP, NLNOS
euronews_icons_loading
©
©   -   Copyright  Efrem Lukatsky/Copyright 2022 The Associated Press. All rights reserved.

In der ukrainischen Hauptstadt Kiew und den umliegenden Städten schrillten den ganzen Freitag Nachmittag und Abend Flugabwehrsirenen. Aber auch in Lwiw/Lemberg.

Zivilisten versuchen aus Angst vor weiterem Beschuss, aus den Städten zu fliehen. Hunderte von zivilen Opfern, die russische Truppen beim Abzug aus einigen Landesteilen hinterlassen haben, machen ihre Flucht umso dringlicher.

Andriy Nebytov, Polizeichef der Region Kiew:

„Ich möchte sagen, wir auf mehr als 900 getötete Zivilisten kommen – und ich betone, dies sind Zivilisten, deren Leichen wir entdeckt und zur forensischen Untersuchung übergeben haben. Das sind mehr als 900 Menschen, die von der russischen Armee getötet wurden."

Als Rache für den Untergang des russische Kriegsschiff Moskwa » - Flaggschiff der russischen Schwarzmeerflotte - hat Russland mit einer Intensivierung der Angriffe gedroht.

An Fronten wie Charkiw wird weiter gekämpft, mit immer mehr Toten. 

GEDENKMARKEN

Für viele Ukrainer war der Schiffs-Untergang ein moralischer Treffer. Dutzende Bürger standen am Freitag an, um eine Gedenkmarke zu kaufen.

MARIUPOL

Russischen Truppen ist es noch nicht gelungen, die Hafen- und Universitätsstadt Mariupol ganz einzunehmen, aber die Belagerung der Stadt geht in laut Beobachtern eine Endphase. Wenn die Einnahme gelingt, könnte Russland seine Kräfte im Südwesten auf die Straße nach Odessa konzentrieren.

MEHR SANKTIONEN, MEHR WAFFEN?

Die Ukraine fordert weiterhin mehr Sanktionen und mehr Militärhilfe von westlichen Ländern.

Die EU zögert immer noch, Russland bei Öl und Gas zu sanktionieren. Deutschland hat bisher - soweit bekannt - vor allem Panzerfäuste, Maschinengewehre und Luftabwehrraketen sowie Stahlhelme in die Ukraine geschickt. Bei der Frage nach schweren Waffen - dazu gehören etwa Panzer - reagierte Bundeskanzler Olaf Scholz bisher ausweichend. Vizekanzler Robert Habeck verwies auf „eine Verantwortung dafür, nicht selbst zum Angriffsziel zu werden. Auch Scholz schloss eine Lieferung von Panzern oder Kampfflugzeugen bislang aus.

su mit AFP, NLNOS