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Angriff auf taiwanesische Kirche in Kalifornien: Polizei geht von Hassverbrechen aus

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Von euronews
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John Cheng hielt den Angreifer auf und bezahlte dafür mit seinem Leben.
John Cheng hielt den Angreifer auf und bezahlte dafür mit seinem Leben.   -   Copyright  Jae C. Hong/Copyright 2022 The Associated Press. All rights reserved

Nach dem tödlichen Angriff auf eine taiwanesische Kirche im US-Bundesstaat Kalifornien am Sonntag geht die Polizei von einem politischen Motiv aus. Der mutmaßliche Täter habe offenbar aus Hass auf Taiwanes:innen gehandelt. "Es wird angenommen, dass der Verdächtige über die politischen Spannungen zwischen China und Taiwan verärgert war", sagte der Sheriff von Orange County, Donald Barnes, am Montag.

Es handele sich um einen eingewanderten US-Bürger. Zunächst war nicht klar, ob er aus China oder Taiwan stammte. Er wurde festgenommen und soll am heutigen Dienstag vor Gericht erscheinen.

Ein bewaffneter Mann hatte am Sonntagnachmittag in der Kirche in Laguna Woods südlich von Los Angeles einen Menschen getötet und fünf weitere mit Schüssen verletzt, vier von ihnen schwer. Gemeindemitglieder der Kirche überwältigten den mutmaßlichen Täter. Im Gottesdienst waren vor allem Taiwanes:innen, insgesamt rund 50 Menschen, wie es hieß.

Täter riegelte Kirche von innen ab

Barnes sagte, man gehe davon aus, dass der Verdächtige alleine gehandelt habe und keine direkte Verbindung zu der Kirche oder einem Mitglied der Kirche habe. Offenbar verhinderten die Gemeindemitglieder noch Schlimmeres: Barnes sagte, der Verdächtige habe die Türen der Kirche von innen gesichert, bevor er begonnen habe zu schießen. Er habe auch eine Tasche mit Molotow-Cocktails und eine Tasche mit zusätzlicher Munition dabei gehabt. Die Staatsanwaltschaft erwägt, den Verdächtigen am Dienstag wegen Mordes in einem Fall und wegen versuchten Mordes in fünf Fällen anzuklagen.

China betrachtet das demokratische Taiwan als eigenes Territorium und droht mit einer Eroberung. Auch versucht Peking, Taiwan international zu isolieren.

Erst am Samstag hatte ein Schütze in einem Supermarkt in Buffalo im US-Bundesstaat New York das Feuer eröffnet und mindestens zehn Menschen getötet. Die Ermittler gehen von einem rassistischen Motiv aus. Die Tat hatte landesweit für großes Entsetzen gesorgt. Am heutigen Dienstag will US-Präsident Joe Biden den Ort im Nordwesten des Bundesstaates New York besuchen. Er wolle dort gemeinsam mit seiner Frau Jill mit der Gemeinde trauern, hatte das Weiße Haus mitgeteilt.