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Russland feiert 100. Jahrestag der kommunistischen Jugendorganisation

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Von Katharina Sturm
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Jugendorganisation "Pioniere"
Jugendorganisation "Pioniere"   -   Copyright  Alexander Zemlianichenko/Copyright 2022 The Associated Press. All rights reserved

Jedes Jahr, Ende Mai, hält die kommunistische Partei der russischen Föderation (KPRF) die Vereidigungsfeier der „Pioniere“ ab - eine kommunistische Jugendorganisation, die ursprünglich unter der kommunistischen Partei der Sowjetunion 1922 gegründet wurde. Bei der Vereidigungsfeier können sich Kinder und Jugendliche ab 9 Jahren der Bewegung anschließen können. Mehr als 5000 Menschen haben dieses Jahr auf Moskaus rotem Platz den 100. Jahrestag der „Pioniere“ gefeiert.

In der späten UdSSR trat jedes Schulkind im Alter von 9-10 Jahren der Pionierorganisation bei. Sie war ein sehr wichtiger Teil der kommunistischen ideologischen Erziehung. Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion wurde die landesweite Organisation aufgelöst. Später gründeten jedoch die größeren politischen Parteien Russlands ihre eigenen Arten der "Pioniere".

Bislang gibt es keine landesweite Organisation, die den Pionieren zur Zeit der Sowjetunion auch nur ansatzweise nahekommt. Die russischen Behörden äußern jedoch von Zeit zu Zeit den Wunsch, eine Jugendorganisation von solch einer Größe zu gründen.

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Ein Mädchen mit einem roten Halstuch steht auf dem Roten PlatzAP/Copyright 2022 The Associated Press. All rights reserved

2001 marschierten die "Pioniere" zum ersten Mal seit Ende der Sowjetunion wieder auf dem Roten Platz in Moskau. Ziel ist es, die jungen Generationen im kommunistischen Geiste zu erziehen.

Der Vorsitzende der kommunistischen Partei der russischen Föderation - Genadiy Zyuganov - fordert, dass die Pionier-Organisation, wie sie zu Zeiten der UdSSR existierte, wiederbelebt werden solle, wenn Russland "mutig, tapfer und siegreich" sein soll. "Lasst uns alle tun, damit sich in Familien und Schulen ein Sinn für Patriotismus entwickelt", so Zyuganov.