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Lage in der Ukraine: Russland setzt zunehmend "Hilfstruppen" ein

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Von Oleksandra Vakulina
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Sasha Vakulina erklärt das aktuelle Kriegsgeschehen.
Sasha Vakulina erklärt das aktuelle Kriegsgeschehen.   -   Copyright  Euronews

Ein Blick auf das aktuelle Kriegsgeschehen mit Euronews-Journalistin Sasha Vakulina:

Das Schicksal der ukrainischen Soldaten, die ihren wochenlangen Widerstand im Stahlwerk Azovstal in Mariupol aufgegeben haben und in von Russland kontrolliertes Gebiet gebracht wurden, bleibt unklar.

Die stellvertretende ukrainische Verteidigungsministerin erklärte, es sei ein Gefangenenaustausch vereinbart worden, aber einige russische Vertreter verlautbarten, die Kämpfer könnten vor Gericht gestellt oder sogar hingerichtet werden.

Seit dem russischen Einmarsch am 24. Februar stand Mariupol unter unerbittlichem Beschuss. Die Hafenstadt, in der vor dem Krieg rund 430.000 Menschen lebten, ist seit Anfang März eingekesselt.

Bilder, die die Welt schockierten: Luftangriffe auf Geburtsklinik und Theater

Es waren Bilder, die die Welt schockierten: Am 9. März wurden eine Entbindungsstation und ein Kinderkrankenhaus durch einen russischen Luftangriff getroffen. Eine Woche später - Mitte März - wurde das Theater von Mariupol bombardiert, das als sicherer Zufluchtsort galt und in dem sich zahlreichen Zivilisten befanden.

Nach Angaben des Institute for the Study of War hat der Kreml möglicherweise einer bedingten Kapitulation der Verteidiger von Azovstal zugestimmt, um schneller die volle Kontrolle über Mariupol zu erlangen.

Möglicherweise wollte der Kreml auch von der Kritik an der gescheiterten Überquerung des Siwerskyj Donez Flusses und dem insgesamt langsamen Tempo der Invasion ablenken.

Kreml setzt zunehmend auf Hilfstruppen

Ukrainische Streitkräfte haben am 17. Mai die verbliebenen russischen Truppen nordöstlich von Charkiw zurückgedrängt. Ukrainische Einheiten bedrohen weiterhin die russischen Bodenkommunikationslinien (GLOCs) nach Isjum über Wowtschansk.

Russische Soldaten haben ihre begrenzten Vorstöße im Donbass fortgesetzt, wobei sie sich in erster Linie darauf konzentrieren, die Voraussetzungen für die Schlacht von Sewerodonezk zu schaffen.

Bei dem Versuch, den ukrainischen Widerstand zu überwinden, habe Russland in erheblichem Umfang Hilfstruppen eingesetzt, hieß es in einem britischen Geheimdienstbericht.

Dazu gehöre auch der Einsatz tschetschenischer Truppen. Der Kampfeinsatz so unterschiedlicher Kräfte zeige Russlands erhebliche Nachschubprobleme in der Ukraine und trage wahrscheinlich zu einer uneinheitlichen Führung bei, was Russlands Operationen weiterhin behindere.