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Bald höhere Altersgrenze für Sturmgewehre? US-Kongress stimmt dafür

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Von Euronews  mit dpa, AP
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Mitglieder des US-Kongresses bei einer Anhörung nach der Schießerei von Uvalde, Texas
Mitglieder des US-Kongresses bei einer Anhörung nach der Schießerei von Uvalde, Texas   -   Copyright  Jason Andrew/Jason Andrew for The New York Times

Bei einer Anhörung im US-Kongress haben Opfer und Überlebende von Massenschießereien, wie jüngst an der Grundschule in Texas, erschütternde Einzelheiten ihrer Erlebnisse beschrieben. 

Die elfjährige Miah überlebte die Schießerei, musste aber 75 Minuten lang um ihr Leben bangen. In einem zuvor aufgezeichneten Video berichtet sie von diesem Tag:

"Er erschoss meine Freundin neben mir. Ich dachte, er würde zurück ins Klassenzimmer kommen. Also habe ich etwas Blut auf mich geschmiert."

Auf die Frage, warum sie das getan habe, sagte sie: "Um ruhig zu bleiben. Danach habe ich das Telefon der Lehrerin genommen und den Notruf gewählt. "

Die Eltern des in Uvalde getöteten Mädchens Lexi forderten eine Verschärfung der Waffengesetze in den USA:

"Wir wollen nicht, dass Lexi irgendeine Zahl ist. Sie war intelligent, einfühlsam und sportlich. Irgendwo da draußen gibt es eine Mutter, die sich unsere Aussage anhört und denkt: 'Ich kann mir ihren Schmerz nicht einmal vorstellen' - nicht wissend, dass unsere Realität eines Tages die ihre sein wird, wenn wir nicht jetzt handeln."

Anwalt Greg Jackson, Jr., der vor neun Jahren in Washington Opfer einer Schießerei wurde, rief ebenfalls zum Handeln auf.

"Es ist inzwischen die häufigste Todesursache für schwarze Männer und die zweihäufigste Todesursache für schwarze Frauen und Latino-Männer und auch wenn dies ein politisches Anliegen im Kongress sein mag, bedeutet es Leben oder Tod für unsere Communities."

Inzwischen hat das US-Repräsentantenhaus für die Anhebung der Altersgrenze zum Kauf von Sturmgewehren von 18 auf 21 Jahre gestimmt. Um geltendes Recht zu werden, müsste allerdings auch der Senat zustimmen- doch das gilt als unwahrscheinlich, da dort die Demokraten auf die Unterstützung der Republikaner angewiesen sind.