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G7-Demo in München: Deutlich weniger Teilnehmer als erwartet

Zusammenstöße bei einer Demonstration vor dem Beginn des G7-Gipfels im bayerischen Elmau, 25.06.2022
Zusammenstöße bei einer Demonstration vor dem Beginn des G7-Gipfels im bayerischen Elmau, 25.06.2022 Copyright Martin Meissner/Copyright 2022 The Associated Press. All rights reserved
Copyright Martin Meissner/Copyright 2022 The Associated Press. All rights reserved
Von Euronews mit dpa
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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Sie gingen von 20.000 Teilnehmern aus. Doch tatsächlich kamen zur Demo im Vorfeld zum G7-Treffen in München nur 4.000 Menschen.

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Im Vorfeld zum Gipfel der sieben führenden westlichen Industriestaaten haben in München zahlreiche Menschen demonstriert - allerdings blieb die Zahl der Teilnehmenden mit rund 4.000 deutlich unter den Erwartungen.

Die Staats- und Regierungschefs dürften bei dem Treffen vor allem über den Ukraine-Krieg und seine Folgen sprechen - außerdem stehen die weltwirtschaftliche Lage und der Kampf gegen den Klimawandel auf der Agenda.

"Russlands brutaler Krieg hat auch Auswirkungen bei uns. Viele Dinge, die wir einkaufen sind teurer geworden, aber eben auch ganz besonders die Preise für Energie. Jetzt ist es wichtig, dass wir die heutige Situation besprechen, und gleichzeitig dafür Sorge tragen, dass wir den menschengemachten Klimawandel aufhalten", sagte der deutsche Bundeskanzler Olaf Scholz.

Zu den Protesten hatten globalisierungskritische Verbände von Attac bis zur Umweltorganisation WWF aufgerufen. Der Chef von "Campact", Christoph Bautz, findet, dass es an der Zeit für konkrete Beschlüsse ist:

"Wir brauchen jetzt nicht schöne Bilder fürs Poesiealbum der G7-Staatschefs, sondern wir brauchen konkrete Beschlüsse, eine ganz andere Politik. Wir müssen raus aus Kohle, Öl und Gas. Das hat noch mal sehr stark dieser Krieg gegen die Ukraine gezeigt, wie sehr wir in der Abhängigkeit sind, und wir müssen rein in die erneuerbaren Energien, in Energieeffizienz, solche konkreten Beschlüsse wollen wir jetzt auch in Elmau sehen."

Unter dem Motto "Gerecht geht anders" fordern die Aktivist:innen von den G7-Staaten ein deutlich entschlosseneres Vorgehen im Kampf gegen den Klimawandel und mehr Engagement gegen Hunger und soziale Ungleichheiten.

Der Anmelder der Großdemonstration, Uwe Hiksch, erkärte, dass viele Menschen durch den Ukraine-Krieg verunsichert seien und sie deswegen nicht an dem Protest teilnähmen. Die Themen, die der Protestzug anspreche verlören jedoch nichts von ihrer Brisanz - und würden weiterhin an die Staats- und Regierungschefs herangetragen. 

Der Gipfel der sieben führenden westlichen Industriestaaten beginnt an diesem Sonntag auf Schloss Elmau bei Garmisch-Partenkirchen und wird bis zum kommenden Dienstag andauern.

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