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Grünen-Mitgründer Hans-Christian Ströbele gestorben

Hans-Christian Ströbele, hier bei einer Pressekonferenz im Jahr 2013 in Berlin.
Hans-Christian Ströbele, hier bei einer Pressekonferenz im Jahr 2013 in Berlin. Copyright Michael Sohn/Copyright 2022 The Associated Press. All rights reserved.
Copyright Michael Sohn/Copyright 2022 The Associated Press. All rights reserved.
Von Euronews mit dpa
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Das Urgestein der Grünen, Hans-Christian Ströbele, ist in seiner Heimatstadt Berlin gestorben. Er wurde 83 Jahre alt

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Das Urgestein der Grünen, Hans-Christian Ströbele, ist in seiner Heimatstadt Berlin gestorben. Er wurde 83 Jahre alt. Vor seiner politischen Karriere hatte sich Ströbele einen Namen als Strafverteidiger von RAF-Terroristen gemacht. 2002 zog er als erster Grüner per Direktmandat im Berliner Wahlkreis Friedrichshain-Kreuzberg in den Bundestag ein.

Wegbegleiter_innen würdigen den Verstorbenen

Seine Partreifreundin und Weggefährtin Renate Künast kondolierte kurz nach der Nachricht von seinem Tod, die Rechtsanwalt Johannes Eisenberg schriftlich übermittelte: "Er hat selbst entschieden, dass er den langen Leidensweg, den ihm seine Erkrankungen zugemutet hat, nicht mehr fortsetzen wollte und lebenserhaltende Maßnahmen reduziert. Er war bis zuletzt bei vollem Bewusstsein. Nicht der Geist, der Körper wurde ihm zur Qual und hat ihn am 29. August 2022 verlassen."

Der Sohn eines Chemikers aus Halle an der Saale war eine Symbolfigur vor allem des linken Flügels der Grünen und scheute Auseinandersetzungen auch mit den eigenen Parteifreunden nie - etwa mit dem damaligen Außenminister und Vizekanzler Joschka Fischer. So war Ströbele gegen die deutsche Beteiligung am Kosovo-Krieg, den Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr und die als Hartz-IV bekannten Sozialleistungs-reformen. Im Parlament stimmte er immer wieder gegen die Linie seiner Fraktion.

Mitbegründer von Bündis 90/Die Grünen und der taz

In den letzten Jahren im Bundestag hatte sich der Mitbegründer der Grünen und der Zeitung taz unter anderem intensiv dem Thema Geheimdienste gewidmet und mit einem Besuch bei US-Whistleblower Edward Snowden in Moskau Schlagzeilen gemacht.

Aus dem Bundestag hatte sich Ströbele 2017 zurückgezogen. Zunächst widmete er sich noch seiner Berliner Kanzlei, doch dann warfen ihn mehrere Krankheiten zurück.

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