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So schlimm ist die Dürre in Europa: Wasser beim Friseur aus der Flasche

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Von Frank Weinert
Dürre in Spanien
Dürre in Spanien   -   Copyright  Carlos Gil/The Associated Press

In der kleinen Stadt Ribadavia in Galicien herrscht Ebbe. Normalerweise fließen hier schon mal bis zu drei Flüsse. Doch jetzt herrscht Dürre. Wasser? Fehlanzeige.

Nicht nur die kleinen Unternehmen werden zu wahren Jongleuren, um trotz der bestehenden Beschränkungen des Wasserverbrauchs arbeiten zu können.

Imma, eine Friseurin, hat keine andere Wahl, als auf Wasser in Flaschen zurückzugreifen und Vorräte anzulegen.

Die Friseurin Imma Rodríguez erklärt:

"Wir bekommen fließendes Wasser von 13:00 bis 15:00 Uhr und von 20:30 bis 23:00 Uhr, also außerhalb der Arbeitszeiten. Wir tun, was wir können."

Ähnlich ergeht es Felipe, dem Bäcker, und José Manuel, dem Besitzer der Bar, die in Ermangelung von fließendem Nass Wasser aus dem Brunnen schöpfen müssen, um ihre Arbeit machen zu können.

José Manuel Dabarca ist Besitzer der Bar La Parra:

"Das ist das erste Mal, dass dies in Ribadavia passiert, die Dürre oder wie auch immer man es nennen will, aber noch nie gab es so wenig Wasser wie in diesem Jahr. Und dazu kommen noch die Flüsse Miño und Avia."

Der Maquiáns ist der Fluss, aus dem die Menschen in Ribadavia ihr Wasser bekommen. Doch der führt nur wenig Wasser. Die Stadtverwaltung hat Wassertanks in den Straßen aufgestellt und transportiert das kostbare Nass in Tankwagen, während sie an neuen Wasserspeichern arbeitet.

Und jetzt kommen ausgerechnet Zeiten, in denen sie hier besonders viel Wasser brauchen: Es gibt traditionell einige Volksfeste und vor allem die Weinlese.