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"Schlechter als Hunde behandelt" Briten über russische Gefangenschaft in der Ukraine

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Von Euronews  mit AP, Telegraph, THE SUN
Briten in der Ukraine vor pro-russischem Gericht (Shaun Pinner rechts im Bild)
Briten in der Ukraine vor pro-russischem Gericht (Shaun Pinner rechts im Bild)   -   Copyright  AP/Copyright 2022 The Associated Press. All rights reserved   -  

Sie wurden schlechter behandelt als Hunde - das sagen die beiden Briten Shaun Pinner (48) und Aiden Aslin (28) gegenüber britischen Medien.

Zusammen mit einem Marokkaner waren die beiden Briten im Frühjahr im von pro-russischen Separatisten kontrollierten Donezk zum Tode verurteilt worden. Davor und danach waren Pinner und Aslin, die im Krieg auf der Seite der Ukraine gekämpft hatten, in russischer Gefangenschaft. Was sie dort erlitten haben, füllt Seiten. Zurück in Großbritannien erinnert sich der Ex-Berufssoldat Shaun Pinner daran, dass er monatelang nur trockenes Brot und schmutziges Wasser bekam - und dass er tage- und nächtelang russische Militärmusik, die Heavy-Metal-Band Slipknot und ABBA hören musste. Jetzt will er nie sich nie mehr auch nur einen ABBA-Song anhören, sagt Pinner im Gespräch mit dem Telegraph. Über die Elektroschocks, denen er auch ausgesetzt war, macht Shaun Pinner keine Scherze.

Im Interview mit THE SUN erinnert sich Aiden Aslin daran, dass er nur raus durfte, um Propagandavideos zu drehen und um mit dem britischen Außenministerium zu telefonieren. Seine Peiniger spielten ohne Unterlass die russische Nationalhymne und befahlen ihm, aufzustehen und sie zu singen oder erneut geschlagen zu werden.

Als sie das Gitter seiner Zelle aufklappten, wurde Aslin befohlen "Ruhm für Russland" zu brüllen. Immer wieder wurde er brutal geschlagen.

Als er im Mai vor Gericht stand, kommunizierte Aiden Aslin indirekt mit seiner Familie: er rieb sich die Nase, wenn er log. Freigekommen ist der junge Brite seinem Bericht zufolge auch durch die Vermittlung von Roman Abramowitsch, dem russischen Oligarchen und ehemaligen Besitzer des Fußball-Klubs Chelsea.

Aiden erzählt: "Während der gesamten fünf Monate in Gefangenschaft konnte ich nicht weinen. Als ich hörte, dass ich zum Tode verurteilt worden war, wollte ich weinen, aber ich konnte einfach nicht. Es ging buchstäblich darum, zu überleben."

Und Aiden Aslin behielt seinen Lebensmut und den Glauben daran, dass er wieder mit seiner ukrainischen Lebensgefährtin Diane - mit der er seit 2018 zusammen ist - vereint sein würde: "Trotz allem, was wir durchgemacht haben, wusste ich, dass wir früher oder später das Licht am Ende des Tunnels sehen würden und dass ich zurückkehren würde, um Diane und meine Familie zu sehen."