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Neuwahl in Dänemark: Sozialdemokratische Regierung stolpert über Massentötung von Nerzen

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Von euronews
Die dänische Staatsministerin Mette Frederiksen
Die dänische Staatsministerin Mette Frederiksen   -   Copyright  Liselotte Sabroe/Ritzau Scanpix via AP

Die sozialdemokratische Regierung in Dänemark gibt auf. Gestolpert ist sie über den Umgang mit rund 15 Millionen Nerzen, deren Tötung zu Jahresbeginn 2020 ohne rechtliche Grundlage angeordnet wurde. Bei einigen der Tiere war eine Ansteckung mit Covid-19 festgestellt worden.

Die sozialliberale Partei Venstre, die die Minderheitsregierung bisher unterstützte, setzte diese mit der Ankündigung unter Druck, eine Misstrauensabstimmung anzustrengen, sollte keine Neuwahl eingeleitet werden.

Die dänische Staatsministerin Mette Frederiksen sagte: „Mitten in einer sicherheits- und energiepolitischen sowie wirtschaftlichen internationalen Krise ist eine Parlamentswahl natürlich eigentümlich. Das ist aber das, was von einer Mehrheit im Folketing gewünscht wird. Deswegen habe ich heute Ihrer Majestät, der Königin, mitgeteilt, dass eine Parlamentswahl ausgeschrieben wird."

Als Wahltag wurde der 1. November festgelegt. Die sozialdemokratische Partei gewann im Juni 2019 die Wahl und bildete anschließend eine Minderheitsregierung, die von drei linken Parteien unterstützt wurde. Meinungsumfragen sehen die Sozialdemokratie bei der Neuwahl erneut vorn.