Keine Sabotage, aber...Blackout auf Bornholm verunsichert Insulaner

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Von Euronews mit dpa
Bornholm im Sommer (Archivfoto)
Bornholm im Sommer (Archivfoto)   -  Copyright  Mads Claus Rasmussen/Ritzau Scanpix

Ein rund vier Stunden langer Blackout hat neue Verunsicherung und Sabotage-Befürchtungen auf der dänischen Ostseeinsel Bornholm geschürt.

Mittlerweile steht allerdings für die staatliche Betreiberfirma Energinet fest, dass ein Fehler im Hochspannungsnetz ursächlich für den Zwischenfall war. Die Stromversorgung durch die Unterwasserverbindung nach Schweden sei unterbrochen worden, weil das Kabel außer Betrieb gegangen sei.

Als Ende September nahe Bornholm vier Unterwasser-Lecks an den beiden Nord-Stream-Pipelines festgestellt wurden, geriet das Ostseeeiland weltweit in die Schlagzeilen. Vor Ort laufen Ermittlungen auf Hochtouren, auch zwei deutsche Marineschiffe sind beteiligt.

Die EU und die Nato gehen von Sabotage aus, weil es Unterwasserexplosionen gegeben habe. Der Kreml hatte Spekulationen über eine russische Beteiligung als "dumm und absurd" zurückgewiesen.

Durch die Lecks in den beschädigten Pipelines trat tagelang massenweise Gas aus. Bornholm gehört zu Dänemark, liegt aber näher an Schweden.