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Judo-WM: Dicko gewinnt erste Goldmedaille für Frankreich

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Von euronews
Romane Dicko (im weißen Anzug) im Finale gegen Beatriz Souza.
Romane Dicko (im weißen Anzug) im Finale gegen Beatriz Souza.   -   Copyright  International Judo Federation   -  

Muzaffarbek Turobojew wird in Usbekistan nach dem Gewinn des WM-Titels in der Gewichtsklasse bis 100 Kilogramm wie ein Held gefeiert und teilte die Freude auch mit dem Judonachwuchs.

In der höchsten Gewichtsklasse der Damen gab es am siebten Wettkampftag einen französischen Sieg. Romane Dicko holte Gold. Die 23-Jährige hat bereits große Erfolge gefeiert: Im vergangenen Jahr gewann sie Olympia-Bronze im Einzel und Gold in der Gruppenkonkurrenz.

Beatriz Souza zog in Taschkent ebenfalls ins Finale ein. Die 24-Jährige aus Brasilien hat bereits dreimal die Panamerikameisterschaft gewonnen, an WM-Medaillen hat sie jetzt Silber und Bronze im Schrank. Die schönste der Sportfarben fehlt ihr noch bei der Weltmeisterschaft.

Romane Dicko erfüllte sich diesen Traum, sie bezwang Souza im WM-Finale und konnte es anschließend selbst kaum glauben. Für den französischen Judoverband war es die erste Goldmedaille in Taschkent.

Naser Al Tamimi, der Schatzmeister des Judoweltverbandes, überreichte die Medaillen.

„Mein Gefühl ist jetzt: Ich habe es geschafft. Ich bin vorher nie bei einer Weltmeisterschaft angetreten, es war das erste Mal. Ich wollte unbedingt mit einer Medaille nach Hause fahren, am besten mit Gold. Das habe ich geschafft, ich bin stolz auf mich selbst", so die neue Weltmeisterin.

Bei den Männern über 100 Kilogramm drehte sich vieles um Tatsuru Saito. Der Japaner ist erst 20 Jahre alt und gilt als DAS kommende Schwergewicht. In Taschkent wies er nach, dass er schon jetzt zur Weltklasse gehört. Saito erreichte das Finale.

Granda: Erster kubanischer Weltmeister seit neun Jahren

Sein Widersacher hieß Andy Granda. Der Kubaner kämpfte sich ebenfalls ins Finale vor. 30 Jahre ist er alt und auf der höchsten Leistungsebene bislang fast unauffällig gewesen. Als dreimaliger Panamerikanischer Meister hat Granda zwar mehrmals seine Fähigkeit nachgewiesen und auch sechs Medaillen bei Welttourturnieren sind keine schlechte Nummer, aber bei einer WM oder bei Olympia war der Kubaner bislang nie vorne dabei.

Im Finale von Taschkent belauerten sich Saito und Granda, der Kubaner setzte sich am Ende in der Verlängerung durch. In den vorherigen neun Jahren hatte kein kubanischer Judo-Kämpfer WM-Gold geholt.

Haruki Uemura, Mitglied des Exekutivkomitees des Judoweltverbandes, war für die Siegerehrung zuständig.

„Dank des Judoweltverbandes hat sich die kubanische Mannschaft drei Monate in Ungarn vorbereiten können. Ich möchte meine Medaille dem Judoweltverband widmen, als Dank für die Hilfe, die er uns gewährt hat", sagte Granda.

Vertragsunterzeichnung mit Fuji TV

Am Rande des siebten Wettkampftages unterzeichnete Marius Vizer, der Vorsitzende des Judoweltverbandes, einen Vertrag mit Shin Tomooka, Geschäftsführer von Fuji TV. Der Sender wird Judoveranstaltungen in Japan und weltweit übertragen.

Am letzten Tag der Judoweltmeisterschaft steht die Gruppenkonkurrenz auf dem Programm. Einige der weltbesten Judoka werden da dann noch einmal auf die Matte treten. Im vergangenen Jahr gewann Japan diesen Wettbewerb vor Frankreich und Usbekistan.