Ukraine-Krieg: Kiew weist Vorwurf des Beschusses von Belgorod zurück

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Von Euronews mit AFP und AP
Die ukrainische Armee macht nach eignen Angaben Geländegewinne im Gebiet Cherson.
Die ukrainische Armee macht nach eignen Angaben Geländegewinne im Gebiet Cherson.   -  Copyright  Leo Correa/Copyright 2022 The AP. All rights reserved.

Russland wirft der Ukraine vor, ein Wohnhaus in der südrussischen Stadt Belgorod an der Grenze zur Ukraine beschossen zu haben. Kiew weist die Vorwürfe zurück und spricht von einem Fehler der russischen Truppen, die auf die nahegelegene ukrainische Stadt Charkiw feuern wollten.

Politisch gab es für Russland an diesem Donnerstag eine weitere diplomatische Schlappe. In seiner abendlichen Video-Ansprache begrüßte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj die Einstufung Russlands als „Terror-Regime“ durch die Parlamentarische Versammlung des Europarates (PACE). In einer Resolution hat das europäische Gremium Russlands Annexion von vier ukrainischen Gebieten verurteilt und für nichtig erklärt.

"Terror mit Gewalt begegnen"

„Es ist ein wichtiges politisches Signal“, sagte Selenskyj. „Ein Signal an alle Staaten - an die Mitglieder des Europarates und alle Staaten der Welt -, dass es nichts zu besprechen gibt mit dieser terroristischen Gruppe, die sich Russland angeeignet und den abscheulichsten Krieg in Europa seit 80 Jahren begonnen hat. Dem Terror muss auf allen Ebenen mit Gewalt begegnet werden."

Unterdessen scheint die Stadt Cherson im Süden der Ukraine zur nächsten Front zu werden. Dort haben die ukrainischen Truppen in den letzten Tagen Geländegewinne gemacht. Es gab Berichte über einen Teilabzug der russischen Truppen.

Baldige Evakuierung von Cherson?

Gleichzeitig veröffentlichte der von Russland installierte Verwaltungschef in Cherson ein Video, in dem er um eine Evakuierung der Stadt bat, vor allem der westlichen Viertel von Cherson.

Auch in anderen Regionen rückt die ukrainische Armee weiter vor, während Russland ukrainische Städte an der Front weiterhin bombardiert. In den jüngsten russischen Angriffen ist ein 11-jähriger Junge in Mykolajiw gestorben, nachdem er aus den Trümmern eines Wohnhauses gerettet worden war.