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"Zurück nach Afrika": Rassismus-Vorfall im Parlament in Paris

Das Parlament in Paris in Frankreich
Das Parlament in Paris in Frankreich Copyright EMMANUEL DUNAND/AFP or licensors
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Von Laurence AlexandrowiczEuronews mit AFP
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Ein Abgeordneter der Le-Pen-Partei hat im Parlament in Frankreich einen linken Abgeordneten während einer Rede zum Thema Immigration mit einem rassistischen Zwischenruf unterbrochen.

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Im Parlament in Paris ist ein Abgeordneter der linken Oppositionspartei "La France Insoumise" von einem Parlamentarier der Le-Pen-Partei unterbrochen worden. Während der Linke Carlos Martens Bilongo über das Drama der Immigration sprach, rief der Rechtsextreme Grégoire de Fournas: "Einfach zurück nach Afrika".

"Zurück nach Afrika"

Offenbar war umstritten, ob der Rechtsextreme damit den Poliitker Martens Bilongo oder die Geflüchteten, die über das Mitterlmeer nach Europa kommen, meinte. Auf Französisch klingt "qu'il retourne en Afrique" genauso wie "qu'ils retournent en Afrique".

Der 37-jährige Weinbauer de Fournas erklärte, er habe über die Menschen in den Flüchtlingsbooten geredet, die nach Afrika zurückkehren sollten. Der Abgeordnete der Region Gironde ist einer der 89 Abgeordneten des Rassemblement National in der französischen Nationalversammlung. Laut der Agentur AFP war de Fournas zuvor nicht mit besonders hetzerischen Äußerungen aufgefallen. Im Internet teilen einige User allerdings sehr umstrittene Zitate des 37-Jährigen, der geschrieben hatte, er wolle nicht "der einzige Weiße in Lormont sein".

"Es ist traurig, auf seine Hautfarbe reduziert zu werden"

"Es ist traurig, auf seine Hautfarbe reduziert zu werden", sagte der 32-jährige Lehrer Carlos Martens Bilongo, der einen Pariser Vorort im Parlament vertritt. "Ich bin in Frankreich geboren und ein französischer Abgeordneter." 

Martens-Bilongo hat Wirtschaft studiert und unterrichtete vor seinem Einzug in die Nationalversammlung an einem Gymnasium.

In einer auch auf Twitter veröffentlichten Erklärung fordert Carlos Martens Bilongo alle dazu auf, gemeinsam gegen Rassimus einzutreten.

Grégoire de Fournas dagegen sprach von einer "Manipulation" der Linken - und sagte, er werde sich nicht für etwas entschuldigen, das er nicht gesagt habe.

Regierungschefin Elisabeth Borne versicherte, Rassismus habe keinen Platz in der französischen Demokratie.

Journalist • Kirsten Ripper

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