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Russische Streitkräfte stationieren bis zu 15.000 Soldaten in Mariupol

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Von Oleksandra Vakulina
Euronews-Journalistin Sasha Vakulina berichtet über den Stand der Militäroperation in der Ukraine
Euronews-Journalistin Sasha Vakulina berichtet über den Stand der Militäroperation in der Ukraine   -   Copyright  Euronews

Die russischen Streitkräfte beginnen, ihre Stellungen in den besetzten Regionen Luhansk, Donezk und Ost-Saporischschja mit Personal aus Cherson und mobilisierten Soldaten zu verstärken, berichtet das US-amerikanische Institute for the Study of War, ISW.

Das britische Verteidigungsministerium fügt hinzu: Die russischen Streitkräfte errichten Verteidigungsstellungen, die teilweise mit schlecht ausgebildeten Reservisten besetzt sind, rund um den Sektor Swatove in der Region Luhansk im Nordosten der Ukraine.

Die ukrainischen Streitkräfte haben nach eigenen Angaben seit Beginn der Gegenoffensive in der Ostukraine 12 Siedlungen in der Region Luhansk zurückerobert.

Nach den jüngsten Informationen des britischen Geheimdienstes ist die südwestliche Frontlinie Russlands entlang des Ostufers des Dnipro nun leichter zu verteidigen, so dass der Swatove-Sektor aller Wahrscheinlichkeit nach eine verwundbarere operative Flanke der russischen Streitkräfte darstellt.

Die russische Führung dürfte in der Kontrolle über Swatove eine politische Priorität sehen, obwohl die Kommandeure mit den militärischen Gegebenheiten, eine glaubwürdige Verteidigung aufrecht zu erhalten, konfrontiert sind, während sie gleichzeitig versuchen, Offensivoperationen weiter südlich in Donezk durchzuführen.

Ein Referent des Bürgermeisters von Mariupol, Petro Andruschenko, wies auf die Ankunft von verlegtem Personal und militärischer Ausrüstung in Mariupol hin und erklärte, dass die russischen Streitkräfte 10.000 bis 15.000 Soldaten in der Region Mariupol stationieren.

Andryuschenko erklärte, dass die frisch mobilisierten Soldaten über Mariupol vermutlich an die westliche Frontlinie des Gebiets Donezk verlegt werden.

Das ISW sagt: Russische Beamte bereiten sich auf weitere verdeckte Mobilisierungsmaßnahmen vor, noch während der Einberufungszyklus im Herbst im Gange ist.

Der Kreml hat erklärt, es sei nicht geplant, mit einer zweiten Mobilisierungsrunde weitere russische Soldaten zum Kampf in der Ukraine einzuberufen.