Ukraine-Krieg: Verschleiert Russland seine Absichten?

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Von Oleksandra Vakulina
Euronews-Journalistin Sasha Vakulina präsentiert die aktuellen Geschehnisse an der Front in der Ukraine
Euronews-Journalistin Sasha Vakulina präsentiert die aktuellen Geschehnisse an der Front in der Ukraine   -   Copyright  Pavel Golovkin/Copyright 2022 The AP. All rights reserved

Neun Monate nach dem russischen Einmarsch hat der Kreml nicht von seinen hochgesteckten Zielen, die Kontrolle über die Ukraine wiederzuerlangen, Abstand genommen. Vielmehr würden die Absichten Russlands teilweise verschleiert, um westliche Länder dazu zu verleiten, die Ukraine unter Druck zu setzen, damit sie um Frieden bitte, meint das us-amerikanische "Institute for the Study of War", ISW.

Die russischen Streitkräfte setzen ihre Verteidigungsoperationen am Ostufer der Region Cherson fort.

Satellitenbilder zeigen den Bau russischer Befestigungsanlagen nördlich von Radensk, 25 km südöstlich von Cherson, entlang der Straße, die nach Armiansk führt und den Bau von Verteidigungsstellungen in der Nähe von Saoserne, entlang der Straße nach XenIEshisk.

Sowohl Armiansk als auch XenIEshisk liegen nahe der Grenze zur russisch besetzten Krim.

Das britische Verteidigungsministerium erklärt: In den letzten beiden Wochen hat Russland wahrscheinlich größere Teile der Luftstreitkräfte aus der Region Cherson an die Fronten von Donezk und Luhansk im Donbass verlegt.

Zu den möglichen operativen Aufgaben dieser Kräfte gehören die Verteidigung des Gebiets Kremina-Swatove in der Region Luhansk oder die Verstärkung der Offensive gegen die Stadt Bachmut im Gebiet Donezk.

Dort setzen die russischen Streitkräfte ihre Angriffe fort, unter anderem im Gebiet von Bakhmut, Spirne und Berestove.

Offensivoperationen gibt es auch im Gebiet Aw-dijiwka-und der Stadt Donezk.

Das ISW berichtet, dass die russischen Streitkräfte in den besetzten Gebieten weiterhin Bewohner:innen zwangsumsiedeln und ihr Eigentum beschlagnahmen.