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Heizen Russlands Wagner-Söldner den Konflikt zwischen Kosovo und Serbien an?

Proteste von Serben aus dem Kosovo in Belgrad
Proteste von Serben aus dem Kosovo in Belgrad Copyright Darko Vojinovic/Copyright 2022 The AP. All rights reserved
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Von Euronews mit AP, AFP, Le Canton 27
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Laut Medienberichten aus dem Kosovo sind russische Wagner-Söldner vor Ort und sorgen für Unruhe. Vermittlungsversuche werden durch die pro-russische Haltung Serbiens kompliziert.

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Bei Mitrovica im Norden des Kosovo haben sich Serben geweigert, ihre aus schwer beladenen Lastwagen bestehenden Straßensperren zu entfernen. Die Barrikaden sorgen an der Grenze für Unruhe und Unmut der Bewohnerinnen und Bewohner, aber auch von Reisenden aus der EU, die zum Jahresende in den Kosovo wollen.

Die Regierung des Kosovo macht Belgrad für die jüngsten Spannungen verantwortlich und offenbar steckt auch Serbiens pro-russische Haltung hinter der aktuellen Eskalation.

Laut Medienberichten stiften russische Wagner-Söldner an der Grenze zwischen Serbien und Kosovo Unruhe und bepöbeln Kosovo-Albaner. So schreibt das albanischsprachige Nachrichtenportal Le Canton 27: "Tausende Einwanderer aus der Schweiz sind in Serbien gestrandet. Sie werden von serbischen Banden und russischen Söldnern, darunter auch Betrunkenen, bedroht und beschimpft."

Die Wagner-Truppe des Putin-Vertrauten Jewgeni Prigoschin kämpft nicht nur im Krieg in der Ukraine, sondern versucht - auch über Social Media - Russlands internationalen Einfluss auszubauen.

"Serbien und Russland versuchen gemeinsam, Konflikte zu erzeugen"

Der Experte Skender Pertreshi vom "Kosovar Center for Security Studies" (KCSS) in Pristina erklärt: "Die Idee Serbiens und Russlands ist es, gemeinsam zu versuchen, Konflikte und Krisen überall dort zu erzeugen, wo der Westen eine Rolle spielt, und die Instabilität in der Region zu verstärken, um den Einfluss Russlands und Serbiens in der Region auszubauen."

Serbisch-orthodoxer Patriarch darf nicht nach Kosovo reisen

Serbiens Präsident Alexander Vucic traf jetzt den serbisch-orthodoxen Patriarchen Porfirije, dem die Behörden in Pristina die Einreise nach Kosovo vor der orthodoxen Weihnacht verweigern. Der Patriarch rief zur Versöhnung auf, doch er sprach laut B92 auch von einem "sehr traurigen Tag", weil er die Gläubigen im Kosovo nicht besuchen könne. 

Vucic beschuldigt Pristina zu lügen

Vucic beschuldigte die kosovarische Regierung den Konflikt mit Lügen anzuheizen und die serbische Bevölkerung aus dem Kosovo vertreiben zu wollen.

Am zweiten Weihnachtsfeiertag hatte Vucic die serbische Armee in den Alarmzustand versetzt. In der Nacht auf Mittwoch reiste Alexander Vucic zusammen mit dem Generalstabschef nach Raska an der Grenze zum Kosovo. Auf Instagram veröffentlichte er ein Foto des Besuchs bei den serbischen Soldaten.

 Internationale Vermittlungsversuche sind vor allem an Serbiens Weigerung gescheitert, Kosovo - das 2008 seine Unabhängigkeit erklärt hatte - als eigenständig anzuerkennen. Die pro-russische Haltung der serbischen Regierung macht die Lage jetzt noch komplizierter.

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