Treffen in Kiew: Frankreichs Verteidigungsminister sagt Selenskyj verstärkte Unterstützung zu

Ukrainische Soldaten führen eine französische Haubitze vor.
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Von Euronews mit AFP, EBU
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Bei einem Treffen in Kiew versprach Frankreichs Verteidigungsminister verstärkte Unterstützung. Der russische Außenminister beharrt derweil auf angeblich annektierten Gebieten.

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Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj traf sich mit dem französischen Verteidigungsminister Sébastien Lecornu während dessen Aufenthalt in Kiew. 

Frankreich verspricht verstärkte Unterstützung

Die Reise hatte zum Ziel, die militärische Unterstützung Frankreichs im Krieg gegen Russland zu verstärken. Lecornu gab an, dass diese Unterstützung unter anderem französische Armee-Ausrüstung und 200 Millionen Euro zum Erwerb von Waffen umfassen wird.

"Ich habe mich mit dem Verteidigungsminister Frankreichs getroffen", berichtete Selenskyj: "Wir sprachen über unsere Kooperation, den Wiederaufbau des Landes und die Verstärkung unserer Luftabwehr. Vielen Dank, Frankreich!"

Am Mittwoch führte die ukrainische Armee Journalist:innen in der Ostukraine eine ihrer französischen Kanonen vor. Die 155 Millimeter-Haubitze Caesar ist für ihre Präzision bekannt. Sie ist Teil des Arsenals moderner Waffen, mit denen mehrere Länder die Ukraine seit Beginn des Krieges versorgt haben. Ein Soldat erklärte die Vorzüge der Haubitze: "Ich mag sie wegen ihrer Beweglichkeit und ihrer Schussgeschwindigkeit sehr gerne. Wir können mit diesem Fahrzeug leicht unsere Position ändern, um uns an unsere Ziele anzupassen."

Russland verkündet Verhandlungsstandpunkt für Friedensgespräche

Russlands Außenminister Sergei Lawrow sprach derweil im russischen Staatsfernsehen. Er sagte, dass Russlands "Durchhaltevermögen, Geduld und Entschlossenheit" dabei helfen werde, ihre Ziele in der Ukraine zu erreichen. Außerdem machte er noch einmal den Verhandlungsstandpunkt Moskaus bei Friedensgesprächen klar.

"Wir lehnen nie Vorschläge zu diplomatischen Einigungen ab", so Lawrow: "Unsere Bedingungen, unter denen wir bereit sind, über solche Einigungen zu sprechen, sind bekannt. Ein unabdingbarer Teil davon ist die Zugehörigkeit von vier Regionen zur Russischen Föderation." Damit bezog Lawrow sich auf die ostukrainischen Territorien, die Russland laut eigener Aussage während der Offensive annektiert habe.

Angebliche Militärübungen in Belarus

Das russische Verteidigungsministerium veröffentlichte am Mittwoch Material, auf dem angeblich russische und belarussische Truppen bei Militärübungen in Belarus zu sehen seien.

Der Leiter des staatlichen Grenzschutzdienstes der Ukraine gab an, dass die russischen Truppen in Belarus nicht für einen Angriff auf die Ukraine ausreichen würden.

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