Unstimmigkeiten mit dem Kosovo: Serbien erhält Unterstützung aus Ungarn

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Von Euronews
Der serbische Präsident Aleksandar Vucic
Der serbische Präsident Aleksandar Vucic   -  Copyright  Darko Vojinovic/AP Photo

Serbien hat mit seinen Plänen, den Zugang des Kosovo zu internationalen und europäischen Organisationen zu verhindern, Unterstützung aus Ungarn erhalten. Der serbische Außenminister Ivica Dacic wurde in Budapest von seinem ungarischen Amtskollegen Peter Szijjarto empfangen, der die Spannungen zwischen Serbien und dem Kosovo ansprach.

"Wir finden, wenn verschiedene europäische Gruppen das Kosovo vorzeitig aufnehmen würden, dann wäre die Suche nach einem Kompromiss gefährdet." Deshalb werde die Regierung mit Nein stimmen, wenn über die Aufnahme des Kosovo in den Europarat entschieden werde, sagte Szijjarto.

"Serbien verletzt bestehende Abkommen"

Die vorübergehende Entspannung zwischen beiden Ländern wurde in der vergangenen Woche von der EU und den USA vermittelt. Serbien entfernte daraufhin selbst errichtete Barrikaden im Norden des Kosovo. Dennoch scheint eine Einigung über die Rechte der serbischen ethnischen Minderheit im Kosovo weit entfernt. Ebenso über die Aufnahme des Landes in große Organisationen, vor allem der EU.

Der stellvertretende kosovarische Ministerpräsident Besnik Bislimi sagte, Serbien habe Briefe an die EU-Länder Spanien, Slowakei, Zypern, Rumänien und Griechenland geschickt, "mit der Bitte, den Antrag des Kosovo auf eine Mitgliedschaft abzulehnen. Serbien verletzt damit bestehende Abkommen."

Das Abkommen sieht vor, dass das Kosovo die serbischen Gemeinden im Norden anerkennt. Außerdem darf Belgrad keine Lobbyarbeit gegen die Mitgliedschaft des Kosovo in der Europäischen Union, den vereinten Nationen und dem Europarat betreiben.