Trommelwirbel und Tanz - in Benin hat das Voodoo-Festival begonnen

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Von Euronews
Teilnehmer des Voodoo-Festivals. Ouidah, 10.1.2023
Teilnehmer des Voodoo-Festivals. Ouidah, 10.1.2023   -   Copyright  YANICK FOLLY/AFP or licensors

Jedes Jahr zieht das Voodoo-Festival in Benin zahlreiche Besucher:innen in seinen Bann. Mit Trommelwirbel und Tänzen werden dort Naturgötter und Vorfahren geehrt.

In farbenfrohe traditionelle Gewänder gekleidete Anhänger:innen verfolgten die "Zangbeto"-Rituale - wirbelnde Tänzerinnen und Tänzer, die als Wächter der Nacht auftreten.

Auch mehr und mehr Menschen aus Brasilien, der Karibik und Nordamerika besuchen das Festival - auf den Spuren ihrer Vorfahren, die von Westafrika aus als Sklaven verschifft wurden.

Chastyl ist US-Amerikanerin. "Ich bin zum ersten Mal in Benin, ich bin eigens für das Festival hier. Es ist toll, ich habe so viele Gottheiten und Tänze gesehen", sagt sie.

Voodoo, auch bekannt als Vodoun, hat seinen Ursprung im Königreich Dahomey - dem heutigen Benin und Togo - und wird in Küstenstädten wie Ouidah noch immer praktiziert. Manchmal neben dem Christentum.

Francis Ahouissoussi, ein Soziologe aus Benin, erklärt diese Bindung der Nachkommen afrikanischer Sklaven als ein natürliches Bedürfnis, das sie befriedigen müssten.

Ihm zufolge fühlen sich viele Afro-Nachfahren "auf der ständigen Suche nach ihrer wahren Identität", die für einige in der Rolle des Voodoo zum Ausdruck kommt.