"Überrascht" - Wieder Geheimdokumente aus Bidens Zeit als Vize entdeckt

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Von Euronews mit dpa
Er sei überrascht, dass Unterlagen in seinen alten Büros gefunden worden waren. Er wisse nicht, was sie enthielten, sagte die Sprecherin der Weißen Hauses
Er sei überrascht, dass Unterlagen in seinen alten Büros gefunden worden waren. Er wisse nicht, was sie enthielten, sagte die Sprecherin der Weißen Hauses   -   Copyright  Fotó: AP

Nach Berichten über einen erneuten Fund von Regierungsdokumenten in Verbindung mit US-Präsident Joe Biden schweigt das Weiße Haus weiter. Die Papiere seien von Biden-Mitarbeitern bei der Durchsuchung eines zweiten Standorts entdeckt worden, berichteten mehrere US-Medien am Mittwochabend unter Berufung auf nicht namentlich genannte Quellen. 

Für Biden ist die Situation politisch äußerst heikel, denn mit einem ähnlichen Fall hatte sein Vorgänger Donald Trump im Sommer für einen Skandal gesorgt.

Erst am Montag war öffentlich geworden, dass Biden geheime Unterlagen aus seiner Zeit als US-Vize unter dem damaligen Präsidenten Barack Obama in seinen privaten Büroräumen im Penn Biden Center in der Hauptstadt Washington aufbewahrt hatte. 

Die Unterlagen waren im November kurz vor den Zwischenwahlen entdeckt worden - Medien machten dies schließlich öffentlich. Daraufhin hätten Biden-Mitarbeiter weitere Orte nach Regierungsdokumenten durchsucht, berichtete der Sender CNN über die neuerliche Entdeckung. Dabei sei die zweite Tranche gefunden worden.

Am Mittwoch wich das Weiße Haus kritischen Fragen zu dem ersten Fund aus und verwies auf laufende Untersuchungen des Justizministeriums. Sprecherin Karina Jean-Pierre beantwortete während einer Pressekonferenz keine Fragen dazu, wer die Unterlagen in Bidens Büro gebracht hatte oder ob weitere Dokumente gefunden wurden. 

Auch gab sie keine Auskunft darüber, wann Biden von dem Fund erfahren hatte und ob derzeit an anderen Orten nach möglichen weiteren Dokumenten gesucht werde. Sie werde nicht über das hinausgehen, was Biden zu dem Fall bereits mitgeteilt hatte, wiederholte die Sprecherin im Verlauf der Pressekonferenz immer wieder, wie der Sender CNN berichtete.

Bei dem ersten Fund im November handelt es sich Berichten zufolge um mindestens zehn geheime Papiere, einige mit höchster Geheimhaltungsstufe. Biden hatte sich als Reaktion auf den Fund überrascht gegeben. Er wisse nicht, wer die Dokumente dorthin gebracht habe oder was sie beinhalteten. Gleichzeitig versprach der Demokrat "volle Kooperation" bei den Untersuchungen.

In den USA müssen Regierungsdokumente in der Regel archiviert und für die Nachwelt aufgehoben werden.

Die Situation erinnert an einen Skandal um Bidens Vorgänger Donald Trump, in dessen privatem Anwesen Mar-a-Lago im Sommer bei einer FBI-Durchsuchung etliche Regierungsdokumente mit höchster Geheimhaltungsstufe beschlagnahmt wurden.