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Keine Selbstkritik: Verteidigungsministerin Lambrecht beklagt bei Rücktritt "mediale Fokussierung"

Scheidende Verteidigungsministerin Christine Lambrecht (SPD)
Scheidende Verteidigungsministerin Christine Lambrecht (SPD) Copyright Markus Schreiber/Copyright 2023 The AP. All rights reserved
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Von Euronews
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Jetzt ist es offiziell: Christine Lambrecht hat dem Kanzler ihren Rücktritt dargelegt.

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Deutschlands Verteidigungsministerin Christine Lambrecht hat bei Bundeskanzler Olaf Scholz nun offiziell ihren Rücktritt eingereicht.

Sie schreibt: "Die monatelange mediale Fokussierung auf meine Person lässt eine sachliche Berichterstattung und Diskussion über die Soldatinnen und Soldaten, die Bundeswehr und sicherheitspolitische Weichenstellungen im Interesse der Bürgerinnen und Bürger Deutschlands kaum zu."

"Kein Hauch von Selbstkritik"

Im Internet beklagen - vor allem Journalistinnen und Journalisten - die mangelnde Selbstkritik der SPD-Politikerin.  Rainer Woratschka vom Tagesspiegel meint: "Lambrechts Rücktrittserklärung ist jetzt noch das Tüpfelchen auf dem I. Kein Hauch von Selbstkritik, die "mediale Fokussierung" ist schuld. Seltsame Politiker:innen spült es manchmal nach oben."

Nicole Diekmann teilt einen Facebook-Post, der ein abgeschnittenes Bild der Ministerin zeigt. Sie schreibt: "„Die monatelange mediale Fokussierung auf meine Person“. Nun ja. Womöglich hat das eigene Social Mediale da ein kleines bisschen zu beigetragen."

Nachfolge soll am Dienstag bekannt gegeben werden

Schon am Freitagabend war publik geworden, dass die deutsche Verteidigungsministerin Christine Lambrecht das Handtuch wirft und von ihrem Amt zurücktritt. Daraufhin setzte die Diskussion über die Frage der Nachfolge ein. Die Personalie soll jetzt am Dienstag bekannt gegeben werden.

Zuletzt war die 57-Jährige wegen des missratenen Silvestervideos, das Lambrecht auf ihrem privaten Instagram-Kanal veröffentlicht hatte, in die Kritik geraten. Kanzler Olaf Scholz hatte danach zwar über seinen Sprecher sagen lassen, er arbeite weiterhin vertrauensvoll mit Christine Lambrecht zusammen, doch die Verteidigungsministerin wurde von vielen als "unhaltbar" bezeichnet.

Schon zu Beginn von Lambrechts Amtszeit hieß es, die SPD-Politikerin habe lieber Innenministerin werden wollen. Doch dieses Ministerium hatte ihre ebenfalls aus Hessen stammende Parteigenossin Nancy Faeser bekommen.

Im Gespräch für die Nachfolge waren neben Arbeitsminister Hubertus Heil, SPD-Chef Lars Klingbeil, die Wehrbeauftragte der Sozialdemokraten Eva Högl und die Staatssekretärin im Verteidigungsministerium Siemtje Möller.

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