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Schreitet Scholz ein? Zoff unter Ministerinnen Lambrecht und Faeser

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Von Euronews  mit AFP, dpa
Olaf Scholz mit Nancy Faeser und Christine Lambecht - ARCHIV
Olaf Scholz mit Nancy Faeser und Christine Lambecht - ARCHIV   -   Copyright  ODD ANDERSEN/AFP

Im Interview mit t-online verteilt die in die Kritik geratene deutsche Verteidigungsministerin Christine Lambrecht eine Art "vergiftetes Lob" an ihre Kabinettskollegin Nancy Faeser. Beide Ministerinnen kommen aus Hessen - und von Lambrecht wird vermutet, dass sie lieber Innen- als Verteidigungsministerin wäre.

Gefragt nach den Gerüchten, dass Innenministerin Nancy Faeser im nächsten Jahr Spitzenkandidatin der SPD in Hessen wird und Lambrecht dann selbst ins Innenministerium nachrücken könnte, antwortet die Verteidigungsministerin: "Ich setze darauf, dass Nancy Faeser nicht nur Spitzenkandidatin wird, sondern auch die erste Ministerpräsidentin in Hessen."

Im Bundesland Hessen wird 2023 ein neuer Landtag gewählt. 

Die Ministerinnen und ihre Söhne

Lambrecht sagt auch, dass sie ihre Aufgabe als Verteidigungsministerin fortsetzen wird. Und sie verteidigt, dass sie ihren 21-jährigen Sohn auf eine Dienstreise mitgenommen hat.

An diesem Wochenende kommt eine Spitze von SPD-Innenministerin Nancy Faeser an die Adresse von Christine Lambrecht - ebenfalls SPD. Da sagt die 51-jährige Faeser, sie habe ihren 7 Jahre alten Sohn noch nie auf eine Dienstreise mitgenommen, obwohl auch sie versuche, viel Zeit mit ihrem Kind zu verbringen.

Die 56-jährige Lambrecht hatte im t-online-Interview gesagt: "Mein Sohn und ich haben ein sehr gutes Verhältnis. Und ich wünsche jedem, der Kinder hat, dass es so kommt. Es gibt doch kein größeres Kompliment für eine Mutter, als dass der erwachsene Sohn gerne Zeit mit ihr verbringt."

Der SPIEGEL hatte Christine Lambrecht schon Mitte Mai als "Null-Bock-Ministerin" bezeichnet. Der Deutschlandfunk schreibt: "Das Problem Lambrecht wird immer drängender".

CDU-Chef Friedrich Merz forderte Regierungschef Olaf Scholz dazu auf, die Verteidigungsministerin zu entlassen.

Der geschasste BILD-Chefredakteur Julian Reichelt spricht von "Zickenkrieg zwischen den beiden unfähigsten Ministerinnen im Kabinett Scholz".

Seit Wochen sind die Grünen Robert Habeck und Annalena Baerbock die beliebtesten Minister in der deutschen Regierung - sie liegen in der Popularitätsliste deutlich vor Kanzler Olaf Scholz.

Weitere Quellen • t-online, SZ