Zivile Opfer bei Beschuss von Wohnhaus in Kramatorsk

ukrainischer Präsident Wolodymyr Selenskyj
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Von Julika Herzog mit dpa, AP, AFP
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Die Bergungsarbeiten dauern an.

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Im Osten der Ukraine stoßen die russischen Truppen weiter vor.  Zum Jahrestag des russischen Kriegsbeginns am 24. Februar rechnen die Geheimdienste mit einer neuer Großoffensive Russlands. Auch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat vor einer Zunahme der Angriffe gewarnt und fordert erneut eindringlich Hilfe des Westens, insbesondere mehr Waffen und Munitionsnachschub.

Tote und Verletzte durch Rakete auf Wohnhaus in Ukraine

Beim Einschlag einer russischen Rakete in ein Wohnhaus der Stadt Kramatorsk im Osten der Ukraine wurden nach Angaben der ukrainischen Behörden bisher drei Tote aus den Trümmern geborgen. Die Zahl der Verletzten stieg auf 21. Die Bergungsarbeiten dauern an.

"Der einzige Weg, den russischen Terrorismus zu stoppen, ist ihn zu besiegen. Durch Panzer. Kampfjets. Weitreichende Raketen", schrieb er im Kurznachrichtendienst Twitter.

An der politischen Front begrüßte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj seinen österreichischen Amtskollegen Alexander Van der Bellen- im Vorfeld des für Freitag geplanten EU-Ukraine-Gipfels in Kiew.

Selenskyj berichtet vor Gipfel mit EU von Erfolgen

Das Treffen wird von der Ukraine als äußerst wichtig in ihrem Streben nach der EU-Mitgliedschaft angesehen. Ein Schlüsselfaktor dafür ist die Bekämpfung der Korruption im Land.

Dazu meldete Selenskyj "Erfolge" der Arbeit ukrainischer Strafverfolgungsbehörden in seiner allabendlichen Videobotschaft.

So flog etwa eine Polizeiabteilung auf, die einen Prostituiertenring gedeckt haben soll. Es habe Gewalt gegen Mädchen gegeben, sagte Selenskyj. Es gebe erste Festnahmen. Die Beamten sollen Behörden zufolge monatlich eine Million Euro "Schutzgeld" kassiert haben.

Selenskyj hatte zuletzt angekündigt, gegen Korruption, Amtsmissbrauch und anderes kriminelles Verhalten im Staatsdienst durchzugreifen. Er sagte, dass führende Kräfte des Zolldienstes entlassen seien. Zudem hätten der Geheimdienst SBU, Ermittler und Staatsanwälte Dutzende Razzien in verschiedenen Regionen im Land durchgezogen, um Beweise für Strafverfahren zu sammeln. "Gerechtigkeit wird hergestellt."

Auch die EU-Kommission fordert weitere Anstrengungen im Kampf gegen kriminellen Machtmissbrauch. Vor der Präsidentenwahl im kommenden Jahr dürfte Selenskyj den Schaden für sich begrenzen wollen, weil nach fast vier Jahren an der Macht aus Sicht vieler Wähler immer noch zu wenig auf diesem Feld passiert ist.

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