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Vom Erdbeben zurück in den Krieg: An der Grenze zwischen Türkei und Syrien

An der Grenze zwischen der Türkei und Syrien nach den Erdbeben
An der Grenze zwischen der Türkei und Syrien nach den Erdbeben Copyright Euronews
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Von Anelise BorgesEuronews
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Euronews-Korrespondentin @AnneliseBorges ist an der Grenze zwischen der Türkei und Syrien, wo viele Menschen nach den Erdbeben ins Kriegsland zurückkehren.

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Euronews-Korrespondentn Annelise Borges ist am Grenzübergang Cilvegözü in der Region Hatay zwischen der Türkei und Syrien. Die Straße von hier führt in die  syrische Stadt Aleppo.

"Dies ist einer der Grenzübergänge, deren Öffnung das syrische Regime zugestimmt hat, damit Hilfsgüter nach Syrien gelangen und einige der von den Beben der letzten Woche betroffenen Gebiete erreichen können", erklärt die Reporterin.

Und sie sagt weiter: "Wie Sie sehen können, werden hier nicht nur Lastwagen transportiert. Dort drüben warten Dutzende von syrischen Familien auf eine Chance, in ihr Heimatland zurückkehren zu können. Einige sagen, sie seien schon seit mehreren Jahren in der Türkei, aber ihre Häuser seien bei dieser Tragödie ebenfalls zerstört worden. Viele sagen, dass ihre Priorität jetzt darin besteht, zurückzukehren und zu versuchen, Angehörige zu erreichen, die vielleicht verwundet wurden oder in dieser Katastrophe verloren gegangen sind, und zu sehen, ob noch etwas von ihrem früheren Leben übrig ist."

Jamal erzählt uns, dass er nach Syrien zurück möchte, weil seine Verwandten durch das Erdbeben verletzt wurden. Er sagt auch zur Erklärung, warum er in die Türkei gegangen ist: "Idlib ist schön, aber dort herrscht Krieg."

Wie die meisten Menschen hier hat Jamal Syrien vor einigen Jahren verlassen, um in der Türkei die Chance auf ein besseres Leben zu bekommen.

Viele Kinder kennen nur den Krieg - und jetzt die Erdbeben

Viele Kinder in Syrien kennen nichts anderes als den Krieg, weil dieser jetzt schon seit 12 Jahren andauert. Durch die Erdbeben sind nicht nur die Kleinen jetzt zusätzliche traumatisiert. Millionen Menschen bräuchten eigentlich psychologische Hilfe.

Zudem hat die Türkei bis zuletzt die von Kurden verwalteten Gebiete bombardiert, weil dort PKK oder YPG-Stellungen vermutet werden.

Das Erdbeben der letzten Woche zerstörte das Wenige, das sich diese Menschen neu aufbauen konnten, und stellt sie vor die unmögliche Wahl, in einem Katastrophengebiet zu bleiben - oder in den Krieg zurückzukehren.

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