Neues Nachbeben in der Türkei: Deutschland schickt weitere Hilfe

Helfer bringen einen Jungen zum Rettungsdienst.
Helfer bringen einen Jungen zum Rettungsdienst.   -  Copyright  Ugur Yildirim/DIA
Von euronews  mit dpa

Erneut starben mehrere Menschen, hunderte wurden verletzt. Ein Nachbeben hat im Südosten der Türkei für Panik gesorgt.

Panik in der Provinz Hatay im Süden der Türkei, nachdem ein neues Erdbeben die Region erschüttert hat. Es hatte eine Stärke von 6,4 auf der Richterskala. Mindestens sechs Menschen starben, fast 300 wurden verletzt.

Die türkischen Behörden haben mehr als 6.000 Nachbeben in den vergangenen zwei Wochen registriert. Das war das stärkste davon.

Der freiwillige Helfer Halil Yakut, sagte: "Die Menschen hatten Angst. In der Nähe unserer Rettungszelte gab es ein großes Gebäude und viele Menschen waren panisch. Einige konnten nicht alleine weg."

Ich kam hierher, um den Opfern des ersten Bebens zu helfen. Ich verstehe jetzt ihre Angst. Das war ein fürchterlicher Moment
Ilgaz Ezozer
Freiwilliger Helfer

Auch im Nachbarland Syrien war das Beben zu spüren. Helfer meldeten hier mindestens fünf Tote. Es soll mehr als 500 Verletzte geben. Betroffen seien die Städte Aleppo, Tartus und Hama gewesen. Aus Sorge vor weiteren Nachbeben wurden die Menschen aufgefordert, nicht in ihre Häuse zurückzukehren. 

Von Deutschland aus startete ein weiterer Flug der Bundeswehr mit Hilfsgütern für die Region. Die Bundesregierung versprach darüber hinaus Hilfe beim Wiederaufbau. "Unser Mitgefühl erschöpft sich nicht in Worten und es wird auch nicht nachlassen, wenn die Katastrophe und ihre Folgen in den Nachrichten von anderen Schlagzeilen verdrängt werdens", sagte die deutsche Außenministerin Annalena Baerbock vor dem Abflug zu einem gemeinsamen Besuch mit Innenministerin Nancy Faeser im Südosten der Türkei.

Faeser versicherte die "tief empfundene Solidarität" der Bundesregierung angesichts der Zehntausenden Opfer. "Die Überlebenden, die alles verloren haben, brauchen schnell winterfeste Unterkünfte", sagte sie vor dem Abflug zu dem Besuch. Nachdem die Bundeswehr mit 20 Flügen mehr als 340 Tonnen Hilfsmaterial in die Türkei gebracht habe, transportiere die Luftwaffe an diesem Dienstag, dem 21. Februar, erneut 13 Tonnen Hilfsgüter in die Türkei. Darunter seien 100 Zelte, 400 Feldbetten und mehr als 1000 Schlafsäcke.

Am 6. Februar hatten zwei starke Beben die Südosttürkei und den Norden Syriens erschüttert. Das Epizentrum lag jeweils in der südtürkischen Provinz Kahramanmaras. Mehr als 47 000 Menschen kamen ums Leben, davon mehr als 41 000 in der Türkei.

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