Guterres und Selenskyj sprechen über Getreide und Atomkraftwerke

UN-Generalsekretär António Guterres mit Präsident Wolodymyr Selenskyj
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Von Euronews
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Bei seinem Besuch in Kiew hat UN-Generalsekretär António Guterres mit Präsident Wolodymyr Selenskyj unter anderem über die Verlängerung des "Getreide-Abkommens" im Schwarzen Meer gesprochen.

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Bei seinem Besuch in Kiew hat UN-Generalsekretär António Guterres mit Präsident Wolodymyr Selenskyj unter anderem über die Verlängerung des "Getreide-Abkommens" im Schwarzen Meer gesprochen. Seinen Besuch nannte er einen weiteren Beweis für die Unterstützung der internationalen Gemeinschaft. 

"Das ist mein dritter Besuch in der Ukraine in weniger als einem Jahr. Mein dritter Besuch, um unser volles Engagement zu zeigen und um bei der Suche nach Lösungen zu helfen", so Guterres. 

Getreide-Abkommen läuft am 18. März aus

"Die Position der Vereinten Nationen, die ich immer wieder zum Ausdruck gebracht habe, ist glasklar: Russlands Einmarsch in die Ukraine ist ein Verstoß gegen die UN-Charta und das Völkerrecht. Die Souveränität, Unabhängigkeit, Einheit und territoriale Integrität der Ukraine muss innerhalb ihrer international anerkannten Grenzen gewahrt bleiben."

Präsident Wolodymyr Selenskyj sagte, die Getreideexporte seines Landes seien "für die ganze Welt kritisch notwendig". Sie garantierten eine sichere Versorgung mit Lebensmitteln.

Getreidelieferungen aus der Ukraine wurden mit dem Beginn des russischen Angriffskrieges unterbrochen. Durch die Vermittlung der UNO und der Türkei, erklärte sich Russland im vergangenen Jahr bereit, die Sicherheit von Getreidefrachtern im Schwarzen Meer zu gewährleisten. Die Vereinbarung läuft am 18. März aus.

Sicherung der ukrainischen AKWs ist eine Frage der globalen Sicherheit

Guterres zufolge sind im Rahmen der Initiative seit August 2022 etwa 23 Millionen Tonnen Getreide aus der Ukraine exportiert worden. "Das trug dazu bei, die globalen Kosten für Lebensmittel zu senken", sagte der 73-Jährige. UN-Berechnungen nach seien die Preise für Lebensmittel um gut 20 Prozent im vergangenen Jahr gesunken. Guterres erwähnte dabei jedoch auch die Bedeutung von russischen Nahrungsmitteln und Düngern für die weltweite Ernährungssituation.

Weitere Themen zwischen Guterres und Selenskyij seinen auch die Sicherheit der ukrainischen Atomkraftwerke gewesen. Das mit sechs Blöcken größte Kraftwerk in Enerhodar im Gebiet Saporischschja steht seit knapp einem Jahr unter russischer Kontrolle. Kiew besteht auf einer Rückkehr unter ukrainische Verwaltung. "Das ist eine Frage der globalen und nicht nur der ukrainischen Sicherheit", sagte Selenskyj.

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