Große Sorgen im Bankensektor: Dax rutscht wieder unter 15 000 Punkte

Bankgebäude in Frankfurt am 17. März 2023
Bankgebäude in Frankfurt am 17. März 2023 Copyright Michael Probst/Copyright 2023 The AP. All rights reserved
Von Euronews
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Die Sorgen um den Bankensektor in Zeiten einer unsicheren Geldpolitik sind vor dem Wochenende mit Wucht in den Markt zurückgekehrt. Für Bundeskanzler Olaf Scholz ist das kein Grund zur Sorge.

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Die Bankenkrise zieht weltweit ihre Kreise, und auch Deutschland bleibt nicht verschont: An diesem Freitag brachen die Aktienkurse der Commerzbank und der Deutschen Bank ein.

Nach der Erholung um mehr als 800 Punkte in den vergangenen Tagen rutschte der deutsche Leitindex Dax wieder unter 15 000 Punkte. Ausgelöst wurde der Trend durch die Turbulenzen um die Credit Suisse und einige US-Regionalbanken.

Auch der Euro gab wieder deutlich nach. Zuletzt kostete die Währung 1,0753 US-Dollar. Den Referenzkurs hatte die Europäische Zentralbank  erst am Donnerstag noch deutlich höher auf 1,0879 Dollar festgesetzt.

Im Mittelpunkt steht bei den Anlegerinnen und Anlegern die Frage, wie es um die künftige Geldpolitik der US-Notenbank Fed bestellt ist. Die Spekulationen reichen von mehr Zinserhöhungen über eine Zinspause bis hin zu baldigen Zinssenkungen.

Die Kurse deutscher Bundesanleihen stiegen hingegen an diesem Freitag. Während der Rentenindex Rex um 1,31 Prozent auf 127,57 Punkte zulegte, fiel die Umlaufrendite von 2,23 Prozent am Vortag auf 2,02 Prozent. Der Bund-Future gewann 0,87 Prozent auf 138,63 Zähler.

Scholz beschwichtigt

Der deutsche Kanzler Olaf Scholz sendete nach dem EU-Gipfel in Brüssel positive Signale. Es gebe keinen Anlass, sich etwa um die Deutsche Bank Sorgen zu machen. Scholz sagte weiter: "Die Deutsche Bank hat ihr Geschäftsmodell grundlegend modernisiert und neu organisiert und ist eine sehr profitable Bank".

Das Bankensystem in Europa bezeichnete Scholz als sehr stabil.  Die EU verfüge über Aufsichtsstrukturen, die strenge Regeln durchgesetzt hätten.

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