Endstation Atacama-Wüste? Migrantenkrise zwischen Chile und Peru

Die peruanische Armee machte an der Wüstengrenze mobil am 28. April 2023
Die peruanische Armee machte an der Wüstengrenze mobil am 28. April 2023 Copyright Martin Mejia/Copyright 2023 The AP. All rights reserved
Von Euronews mit AP
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Gefangen zwischen Wetterextremen: In der Atacama-Wüste harren hunderte Flüchtende bei Hitze am Tag und Nachtfrost im Norden Chiles aus. Sie dürfen nicht durch Peru in ihre Heimat zurückreisen.

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An der Grenze zwischen Peru und Chile ist noch keine Lösung des Dramas um Flüchtende in Sicht. Hunderte, überwiegend aus Venezuela, Kolumbien und Haiti stammende Menschen sitzen nahe des Pazifiks seit Tagen auf chilenischer Seite fest.

Peruanische Behörden machen fehlende Dokumente für die Einreiseverweigerung geltend. Die Menschen wollten angesichts steigender Lebenshaltungskosten in Chile und drohender Strafen wegen illegaler Einwanderung zurück in ihre Heimatländer.

Sie sind am Rand der Atacamawüste tagsüber großer Hitze und nachts klirrender Kälte praktisch schutzlos ausgesetzt.

Die Flüchtenden haben keine geeigneten Unterkünfte und Versorgungsprobleme. Auf chilenischer Seite hat die Stadt Arica bereits offiziell einen "Migrationsnotstand" ausgerufen. 

Zuständige Behörden in Chile und Peru erklärten sich am Freitag teilweise bereit, den Menschen Übergangsdokumente für die Weiterreise durch Peru auszustellen. Bislang sind diese Dokumente laut Medienberichten nur wenigen Menschen ausgehändigt worden.

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