Somalia: 22 Kinder durch Bombenexplosion auf Fußballplatz getötet

Die Al-Shabaab-Gruppe überzieht das Land am Horn von Afrika seit Jahren mit Anschlägen und Gewalt.
Die Al-Shabaab-Gruppe überzieht das Land am Horn von Afrika seit Jahren mit Anschlägen und Gewalt. Copyright Farah Abdi Warsameh/Copyright 2023 The AP. All rights reserved.
Von Euronews
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Im Krisenstaat Somalia gab es Tote und Verletzte, bei einem Terrorangriff auf ein Hotel in Mogadischu und bei einem Zwischenfall mit Bomenresten auf einem Fußballplatz im Süden des Landes.

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Rebellen der islamistischen Gruppe Al-Shabaab haben ein Hotel in der Hauptstadt von Somalia mit Schüssen und mehreren Explosionen angegriffen. Dort fand eine Veranstaltung statt, die von Politikern besucht wurde. Mindestens acht Menschen kamen ums Leben.

Kämpfer der islamistischen Terrorgruppe Al-Shabaab hatten das Hotel erstürmt und mindestens acht Menschen getötet, darunter fünf Hotelgäste, zwei Wächter und einen Polizisten. Zudem seien sechs Al-Shabaab-Kämpfer bei dem Angriff auf das am Lido-Strand gelegene Pearl Beach Hotel ums Leben gekommen.

Während der Belagerung seien aus dem Hotel und angrenzenden Anlagen mehr als 120 Menschen gerettet worden, darunter vor allem Frauen und Kinder. Ein weiterer Sicherheitsbeamter sagte, die Angreifer hätten Hotelgäste als Geiseln genommen, was die Arbeit der Sicherheitskräfte erschwert hätte.

Al-Shabaab reklamierte die Tat über den pro-islamistischen Radiosender Andalus für sich.

Kinder bei Fußballspiel von Bombenresten getötet

Die Dschihadistengruppe kontrolliert ländliche Gebiete in Zentral- und Südsomalia und führt immer wieder Anschläge auf Zivilisten, Soldaten und Politiker aus.

Bei einem anderen Zwischenfall im Süden des Krisenstaats wurden Behördenangaben zufolge 27 Menschen getötet und 53 verletzt, die meisten von ihnen Kinder. Ein alter Sprengsatz explodierte während eines Fußballspiels in einer Region, die häufig Ziel von Anschlägen der Al-Shabaab-Gruppe ist.

Die Kinder hätten auf einem Fußballfeld einen intakten Sprengkörper gefunden und damit gespielt. Dieser sei explodiert.

Nach Angaben des Gouverneurs wird vermutet, dass jüngste Regenfälle den Sprengsatz, der vermutlich von Terroristen der islamistischen Terrormiliz Al-Shabaab zurückgelassen wurde, freigelegt hatten.

Die Gruppe überzieht das Land am Horn von Afrika mit etwa 16 Millionen Einwohnern seit Jahren mit Anschlägen und Gewalt.

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