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NATO fängt Russlands Kampfjets ab: Euronews ist mit dabei und erklärt, wie es funktioniert

NATO trainiert täglich Abfangmanöver - verstärkt seit Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine
NATO trainiert täglich Abfangmanöver - verstärkt seit Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine Copyright euronews
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Von Mihaela Barbu, Euronews Romania
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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✈️ Reporterin Mihaela Barbu von @euronewsro darf mitfliegen, wenn NATO-Flugzeuge das Abfangen russsicher Kampfjets im EU-Luftraum trainieren. Seit Russlands Krieg in der Ukraine werden die Zwischenfälle immer häufiger.

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Seit dem Beginn von Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine müssen Nato-Kampfjets immer häufiger Einsätze zum Abfangen russischer Militärflugzeuge durchführen.

Die Piloten der Allianz trainieren regelmäßig, um ihre Effektivität zu steigern. Euronews ist bei einer solchen Übung dabei und zeigt, wie es die Luftraumüberwachung funktioniert.

"Feindliches" Objekt ist ein in den Niederlanden gestarteter Airbus A330 - unterwegs in Richtung Litauen über Deutschland und Polen.

Unmittelbar nach dem Start wird das Flugzeug von tschechischen Kampfjets "abgefangen".

Euronews-Reporterin Mihaela Barbu durfte mitfliegen. Sie erklärt: "Laut Szenario wird das Mehrzweckflugzeug, an dessen Bord wir uns befinden, während des Fluges mehrmals von Kampfjets vom Typ F16, F18 oder Eurofighter Typhoon abgefangen.

Sie gehören zu den NATO-Luftstreitkräften und führen Überwachungsmissionen durch, um den Luftraum des Bündnisses vor jeglicher Bedrohung zu schützen."

Die Bilder aus der Luft sind beeindruckend: Eurofighter stoßen von der linken Seite hinzu.

Luftraumüberwachung rund um die Uhr im Einsatz

Die Luftraumüberwachung trainiert rund um die Uhr, da russische Flugzeuge den NATO-Luftraum stärker bedrohen als vor dem Krieg in der Ukraine.

In Rumänien flogen alliierte und rumänische Piloten im vergangenen Jahr rund 160 echte Abfangmissionen, dreimal mehr als 2021.

Harold van Pee, Commander des NATO Combined Air Operations Centre in Uedem erklärt: "Im Süden (Europas), wo wir die Ukraine und das Schwarze Meer haben, ist es komplizierter als früher, weil dort ein Krieg stattfindet. 

Für die NATO-Länder im Süden ist es schwieriger, mit dieser Situation umzugehen, als für die Länder im Norden, wo die Grenzen immer noch dieselben sind wie vor Februar letzten Jahres."

"Wir sind ständig in Alarmbereitschaft"

Jeden Tag überfliegen etwa 30 NATO-Flugzeuge den Luftraum der Mitgliedsstaaten.

Einige von ihnen führen Luftraumüberwachungmissionen in den baltischen Ländern durch, die nicht über eigene Kampfflugzeuge verfügen.

Ein rumänisches Militärkommando mit 100 Mann und vier F16-Jets ist seit Ende März und bis August auf dem Stützpunkt Siauliai in Litauen stationiert und damit zum ersten Mal im Auslandseinsatz.

Cosmin Vlad ist der Oberkommandierende des F16-Geschwaders in Litauen. Er sagt: "Wir sind ständig in Alarmbereitschaft und führen diese Übungen fast täglich durch."

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Und sein Kollege, der Ausbilder Alexandru Nasturel, meint: "Es ist eine gute Gelegenheit, das gesamte Training, das wir zu Hause und mit anderen Partnern durchgeführt haben, in die Praxis umzusetzen."

Rumänische Piloten fangen Airbus ab

Zurück zur Übung: Auch beim Abflug in Litauen wird der suspekte Airbus abgefangen - von rumänischen Piloten. Auf dem Rückflug in die Niederlande durchquert der Flieger den Luftraum von Lettland, Estland, Finnland, Schweden, Dänemark und Großbritannien.

In jedem Land wird ein Abfangmanöver simuliert

Außerdem werden mehrere Kampfjets während des Fluges betankt von einem Flugzeug der Multinational MRTT Unit. Dieser fliegende NATO-Verband, dem sechs Mitgliedsstaaten angehören, untersteht der NATO-Agentur für Unterstützung und Beschaffung.

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Der multinationale Lufttransportverband kann Tank- Rettungs-, und luftmedizinische Evakuierungsmissionen auf internationaler Ebene durchführen und soll in etwa zwei Jahren voll einsatzfähig sein.

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