EventsVeranstaltungenPodcasts
Loader
Finden Sie uns
WERBUNG

Der Klimawandel trocknet Panamas Kassen aus. Stirbt der Panamakanal?

Der Kanal verbindet den atlantischen und pazifischen Ozean miteinander.
Der Kanal verbindet den atlantischen und pazifischen Ozean miteinander. Copyright AP
Copyright AP
Von Euronews
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
Diesen Artikel teilenKommentare
Diesen Artikel teilenClose Button
Den Link zum Einbetten des Videos kopierenCopy to clipboardCopied

"Wir müssen Lösungen finden, um weiterhin eine wichtige Route für den internationalen Handel zu sein. Wenn wir uns nicht anpassen, werden wir sterben", sagt der Verwalter des Panamakanals.

WERBUNG

Der Panamakanal, das Nadelöhr des Welthandels, droht auszutrocknen. In dem mittelamerikanischen Land ist seit Monaten kein Regen mehr gefallen. Der Klimawandel und das El-Niño-Phänomen führen zu einer Dürre und zwingen den Kanalverwalter dazu, die Durchfahrt von Schiffen einzuschränken. 

Wegen der Beschränkungen für den Tiefgang der Frachter werden für 2024  Einnahmeausfälle in Höhe von 200 Millionen Dollar erwartet, wie die Verwaltung auf einer Pressekonferenz erklärte. Für dieses Jahr werden die Einnahmen auf 4,9 Milliarden Dollar geschätzt, sagte Kanalverwalter Ricaurte Vásquez.

Der Kanal, der den atlantischen und pazifischen Ozean miteinander verbindet, ist die wichtigste Einnahmequelle des Landes. Man befürchtet, dass Kunden auf andere Schifffahrtsrouten ausweichen werden.

Auch für die Weltwirtschaft sind das schlechte Nachrichten, 6 Prozent des weltweiten Seehandels werden über den Kanal abgewickelt. Andere Schifffahrtsrouten könnten höhere Frachtkosten und längere Routen bedeuten. 

"Der große Nachteil, den der Panamakanal als Seeweg hat, ist die Tatsache, dass wir mit Süßwasser arbeiten, während andere Seewege [wie der Suezkanal] Meerwasser verwenden", sagte Vásquez.

"Wir müssen Lösungen finden, um weiterhin eine wichtige Route für den internationalen Handel zu sein. Wenn wir uns nicht anpassen, werden wir sterben." 

Diskutiert werden das Umleiten von Flüssen und das Anzapfen von unterirdischen Wasserquellen. Das wäre allerdings mit massiven Umwelteingriffen, verringerter Trinkwasserqualität oder hohen Kosten verbunden.

Eine natürliche Lösung können die riesigen Waldflächen in dem lateinamerikanischen Land sein. Auch entlang des Kanals gibt es viel Wald. Er schützt die Ufer vor Erosion und Fluten und speichert Wasser. Deswegen geht die Regierung inzwischen härter gegen illegale Abholzung vor und investiert in Wiederaufforstung.

Diesen Artikel teilenKommentare

Zum selben Thema

Dramatische Verluste wegen Dürre: Weniger Schiffe auf dem Panamakanal

Überwachungen, Razzien und Verhaftungen: Hartes Vorgehen gegen "direkte Aktionen" bei Klimaprotesten in Europa

Copernicus: globale Durchschnittstemperatur für Juli 2023 auf Höchststand