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10. Jahrestag: Gedenken an verheerendes Bootsunglück vor Lampedusa

Teddybären und Blumen auf den Särge verstorbener Migranten in einem Hangar am Flughafen von Lampedusa (5. Oktober 2013)
Teddybären und Blumen auf den Särge verstorbener Migranten in einem Hangar am Flughafen von Lampedusa (5. Oktober 2013) Copyright Luca Bruno/AP Photo
Copyright Luca Bruno/AP Photo
Von Giorgia Orlandi mit DPA/AFP
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Italien gedenkt der Todesopfer des verheerenden Bootsunglücks vor Lampedusa 2013. Mehr als 360 Menschen kamen damals ums Leben, darunter auch Kinder. Der Schock war groß, Politiker versprachen "nie wieder".

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Vor zehn Jahren, am 3. Oktober 2013 wurde die kleine Mittelmeerinsel Lampedusa von einem der schlimmsten Bootsunglücke heimgesucht. Mehr als 360 Menschen kamen bei dem Schiffbruch eines Migrantenbootes auf dem Weg von Afrika nach Europa ums Leben, darunter auch Kinder.

Das völlig überfüllte Boot mit rund 500 afrikanischen Migranten hatte vor der Nachbarinsel Isola dei Conigli Feuer gefangen. Einige Menschen sollen auf dem Schiff eine Decke angezündet haben, um so ein Fischerboot auf sich aufmerksam zu machen. Das Feuer breitete sich rasant aus, das Schiff kenterte.

Kleine weiße Kindersärge

Zahlreiche Särge füllten damals den Hangar des Flughafens von Lampedusa - zwischen den langen braunen lösten vor allem die kleinen weißen Kindersärge Bestürzung aus.

An sie und die vielen anderen Todesopfer im Mittelmeer wird an diesem 10. Jahrestag in Italien erinnert, unter anderem mit Gedenkverstaltungen auf Lampedusa. 

Euronews-Korrespondentin Giorgia Orlandi berichtet: "Vor der heutigen Zeremonie wurden auf der Insel mehrere Veranstaltungen organisiert, an denen italienische und andere europäische Studenten sowie Vertreter:innen internationaler Organisationen und Verbände teilnahmen. Für heute wurde ein Marsch organisiert, bei dem eine Blumen ins Meer geworfen werden sollen.

Gedenken an die Toten von damals und heute

Das Komitee "3. Oktober", das diese Veranstaltung seit 2013 jedes Jahr organisiert, will damit an die Toten von damals erinnern, aber auch an alle Menschen, die in den letzten zehn Jahren bei dem Versuch, das Mittelmeer zu überqueren, ums Leben gekommen sind.

In den vergangenen 10 Jahren sind 27.000 Menschen bei dem Versuch der Überfahrt gestorben.

Ziel ist es, eine einfache Frage zu beantworten: Wie ist es möglich, dass es auch nach 10 Jahren noch zu Schiffsunglücken kommt und dass so viele Menschen dabei sterben?

Dies ist das Hauptthema der diesjährigen Gedenkveranstaltung. Sie ist auch deshalb von besonderer Bedeutung, weil der Anteil der auf der Insel ankommenden Migranten im Vergleich zu den Vorjahren zugenommen hat und Lampedusa in der Tat zum wichtigsten Ankunftsort für Migranten geworden ist, die versuchen, Europa zu erreichen."

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