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ISW: Russland deportiert ukrainische Kinder mit Bildungsreisen nach Sibirien

Mehr als 19.000 ukrainische Kinder sind schon entführt oder zwangsweise nach Russland verschleppt worden.
Mehr als 19.000 ukrainische Kinder sind schon entführt oder zwangsweise nach Russland verschleppt worden. Copyright Euronews
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Von Sasha Vakulina
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Russland bringt offenbar weiterhin ukrainische Kinder unter dem Deckmantel von Bildungsreisen nach Russland und in die von Russland kontrollierten Gebiete, wie das Institut for the Studies of War berichtet.

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Russische Besatzungsbeamte haben offenbar weiterhin ukrainische Kinder unter dem Deckmantel von Bildungsreisen nach Russland und in die von Russland kontrollierten Gebiete deportiert, wie das Institut for the Studies of War berichtet

Der von Moskau ernannte Gouverneur der besetzten Region Saporischschja, Jewgeni Balizkij, hat erklärt, das russische Kulturministerium habe über 300 ukrainische Schulkinder nach Moskau und St. Petersburg gebracht, um sie über die russische Kultur "aufzuklären". Insgesamt sollen mehr als 2.500 ukrainische Schulkinder aus der besetzten Region Saporischschja an diesem Programm teilnehmen.

Zuvor hatte Dmitrij Artjuchow, der Gouverneur des Autonomen Kreises der Jamal-Nenzen - weit weg von Moskau und der Ukraine -, erklärt, dass die Regierung ein dreijähriges Bildungsprogramm auflegt hat. 

Damit sollen Kinder aus dem besetzten Wolnowacha im Gebiet Donezk demnächst nach Russland reisen, um "Zentren des kulturellen Erbes" in Moskau, St. Petersburg und Nischni Nowgorod zu besuchen. 500 ukrainische Kinder sollen im Herbst teilnehmen.

Nach Angaben der Ukraine wurden seit Beginn der russischen Invasion mehr als 19.500  Kinder entführt oder zwangsweise nach Russland verschleppt.

Die Behörden befürchten, dass die tatsächliche Zahl viel höher ist, weil verschleppte ukrainische Kinder, darunter auch Waisen, kaum die Möglichkeit haben, sich als vermisst zu melden oder Kontakt zu Verwandten in der Ukraine aufzunehmen.

Russland sagt, dass etwa 744.000 Kinder aus der Ukraine jetzt in Russland oder in den von Russland besetzten Gebieten leben. Sie wurden oft unter dem Vorwand der "Evakuierung", "Behandlung", "Ferien" oder "Rehabilitation" deportiert.

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