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Bodenoffensive zeichnet sich ab: Israel fordert Evakuierung des nördlichen Gazastreifens

Israelische Panzer
Israelische Panzer Copyright Ariel Schalit/Copyright 2023 The AP. All rights reserved.
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Von Euronews
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Die israelische Armee hat die Vereinten Nationen um Mitternacht über die Notwendigkeit in Kenntnis gesetzt, im Gazastreifen die gesamte Bevölkerung nördlich von Wadi Gaza innerhalb von 24 Stunden in die südlichen Gebiete zu bringen.

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Die israelische Armee hat die Vereinten Nationen um Mitternacht über die Notwendigkeit in Kenntnis gesetzt, im Gazastreifen die gesamte Bevölkerung nördlich von Wadi Gaza innerhalb von 24 Stunden in die südlichen Gebiete zu bringen. Das könnte auf den baldigen Beginn einer Bodenoffensive hindeuten.

Wadi Gaza ist ein Sumpfgebiet in der Mitte des Gazastreifens. Nördlich des Gebietes leben rund 1,1 Millionen Menschen. Die Hamas rief die Bevölkerung auf, die Aufforderung Israels nicht zu beachten. Israel hatte bereits Einheiten an die Grenze zum Gazastreifen verlegt.

"Gaza wird nicht mehr so aussehen wie früher"

"Wir werden eine Situation haben, in der, wer auch immer Gaza anführt, geschlagen wird. Wir werden ihn vernichten", so General Herzi Halevi.

Die Evakuierungsaufforderung gilt laut israelischer Armee auch für Personen, die für die Vereinten Nationen arbeiten oder in UNO-Einrichtungen untergebracht sind.

Ein Sprecher der Vereinten Nationen machte auf die zu erwartenden humanitären Folgen aufmerksam und forderte eine Rücknahme der Anordnung. Es gelte zu verhindern, dass sich die bereits abspielende Tragödie in eine Katastrophe verwandelte, hieß es von den Vereinten Nationen weiter.

Das UNRWA, das Hilfswerk der Vereinten Nationen für palästinensische Flüchtlinge, meldete, seinen Hauptsitz und Bedienstete in den Süden des Gazastreifens verlegt zu haben.

Westliche Politiker und die Vereinten Nationen mahnen, Israel müsse in Ausübung seines Rechts auf Selbstverteidigung das humanitäre Völkerrecht wahren.

Viele fordern humanitären Korridor für Zivilisten in Gaza

Die islamistische Hamas hat mit ihrem Angriff auf Israel eine Spirale der Gewalt in Gang gesetzt, die die Menschen im Gazastreifen in eine Isolation und humanitäre Katastrophe stürzt. 

Das UN-Nothilfebüro (OCHA) berichtete, bisher seien fast 340.000 Menschen aus ihren Wohnungen geflüchtet. Aber auf dem nur 40 Kilometer langen und zwischen sechs und 12 Kilometer breiten Landstrich können die Menschen nirgendwo hin fliehen.

Der Norwegische Flüchtlingsrat (NRC) hat sich der Forderung nach humanitären Korridoren in den Gazastreifen angeschlossen. In Gaza gebe es so gut wie keinen Treibstoff mehr und die Vorräte an Medikamenten und Lebensmitteln seien gefährlich niedrig, sagte der Generalsekretär der Hilfsorganisation, Jan Egeland, am Donnerstag. 

Mehr als 1.400 Palästinenser wurden nach Angaben der Gesundheitsbehörde in Gaza durch israelische Angriffe getötet, mehr als 6.200 verletzt.

Israels Parlament stimmt Notstandsregierung zu

Israels Parlament hat die Bildung einer Notstandsregierung gebilligt, die das Land im Krieg gegen die Hamas führen soll.

Die Einigung zur Notstandsregierung von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und Oppositionspolitiker Benny Gantz sieht vor, dass Netanjahu, Verteidigungsminister Joav Galant sowie Ex-Verteidigungsminister Gantz von der Partei Nationale Union ein Kriegskabinett bilden.

Als Beisitzer ohne Stimmrecht sollen der ehemalige Generalstabschef Gadi Eisenkot und Likud-Minister Ron Dermer dienen. Israels Oppositionsführer Jair Lapid erklärte am Donnerstagabend, er werde der Notstandsregierung nicht beitreten, seine Partei unterstütze dennoch den Krieg gegen die Hamas.

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