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Israelische Truppen und Hisbollah kämpfen an Grenze zum Libanon

Die Atmosphäre im Südlibanon ist zum Zerreißen gespannt.
Die Atmosphäre im Südlibanon ist zum Zerreißen gespannt. Copyright JOSEPH EID/AFP or licensors
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Von Euronews
Zuerst veröffentlicht am
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UN-Friedenstruppen und Soldaten der libanesischen Armee patrouillieren an der Grenze zu Israel. Der Beschuss zwischen Hisbollah-Kämpfern und israelischen Truppen hat die Grenzorte in Geisterstädte verwandelt.

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UN-Friedenstruppen und Soldaten der libanesischen Armee patrouillieren an der Grenze zu Israel. Der Beschuss zwischen Hisbollah-Kämpfern und israelischen Truppen hat die Grenzorte in Geisterstädte verwandelt. Die Atmosphäre im Südlibanon ist zum Zerreißen gespannt. Es gibt nur noch wenige Verbliebene, die von der Situation berichten können, so wie Zaher Abu Sari, der Reportern ein von Bomben beschädigtes Haus zeigt. 

"Alle, auch der Besitzer des Gebäudes, sind nach Al Bustan oder wohin auch immer geflohen. Die Schlacht gestern war unglaublich. Drei Stunden lang Raketen, Artillerie, Mörser und sogar Gewehrfeuer. Nur Gott weiß es, aber es war, als ob die ganze Operation von hier ausging."

Dunkle Erinnerungen an israelisch-libanesischer Grenze

Auch auf der anderen Seite der Grenze sind Zivilisten geflohen. Viele Israelis fühlen sich an 2006 erinnert: ein kritischer Moment zwischen der Hisbollah und Israel. "Ich weiß, dass wir im Falle eines tatsächlichen Kriegs mit dem Libanon oder der Hisbollah sofort weg müssen. Ich hoffe, dass es nicht so weit kommt", sagt ein Anwohner in Metula. 

Die Gefahr, dass sich der Krieg über den Gazastreifen hinaus ausbreitet, wächst. Im Kibbuz Ayyelet HaShahar, zehn Kilometer von der libanesischen Grenze entfernt, haben israelische Truppen eine eine zivile Waffenverteilungsstation eingerichtet. Alle Zivilisten mit einem Waffenschein können hier Schusswaffen, Munition und ein kurzes Training bekommen. 

Die Terrororganisation Hisbollah hat im Libanon ein umfangreiches Waffenarsenal und in zahlreichen Gefechten erprobte Kämpfer. 

Donald Trump nennt Hisbollah im Libanon "schlau"

Der ehemalige US-Präsident Donald Trump hat mit Kritik am israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu und Bemerkungen zur Schiiten-Miliz Hisbollah für Empörung gesorgt. Auf einer Wahlkampfveranstaltung in Florida bezeichnete er die mit den Islamisten verbündete Hisbollah im Libanon als "sehr schlau".

"Wissen Sie, die Hisbollah ist sehr schlau. Sie sind alle sehr schlau", sagte Trump. Zu Netanjahu sagte Trump, er habe mit dem israelischen Regierungschef 2020 schlechte Erfahrungen gemacht. Er bezog sich dabei auf den Drohnenangriff, mit dem die USA damals den einflussreichen iranischen General Ghassem Soleimani im Nachbarland Irak getötet hatten. Laut Trump hatte Israel die USA dazu mit Geheimdienstinformationen versorgt, sich dann aber zurückgezogen.

"Ich werde nie vergessen, dass Bibi Netanjahu uns im Stich gelassen hat. Das war eine sehr schreckliche Sache", sagte Trump. Später habe Netanjahu dann versucht, den Erfolg für sich zu reklamieren. Dem Sender Fox News sagte Trump zudem am Mittwoch, Netanjahu und Israel seien auf den Angriff der Hamas nicht vorbereitet gewesen.

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