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Israel meldet Einkesselung von Gaza-Stadt

Soldaten des israelischen Militärs
Soldaten des israelischen Militärs Copyright Israel Defense Forces via AP
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Von Euronews mit AFP, dpa
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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"Unsere Soldaten haben die Einkesselung von Gaza-Stadt, dem Zentrum der Terrororganisation Hamas, abgeschlossen", so der Sprecher der israelischen Streitkräfte, Daniel Hagari. "Das Konzept eines Waffenstillstands" sei nicht auf dem Tisch.

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Die israelische Armee hat eigenen Angaben zufolge Gaza-Stadt umstellt. Die Soldaten würden dort Posten der Hamas angreifen und Terroristen in direkten Kämpfen "eliminieren", sagte Militärsprecher Daniel Hagari. "Das Konzept eines Waffenstillstands" sei nicht auf dem Tisch. Das israelische Militär hat nach eigenen Angaben inzwischen 12.000 Ziele im Gazastreifen angegriffen.

Am Wochenende hatte Israel seine Bodeneinsätze ausgeweitet – und wurde dabei weiter von der Hamas angegriffen. Die militantislamistische Palästinenser-Organisation droht, die israelischen Soldaten im Gazastreifen würden "in Leichensäcken" nach Hause zurückkehren.

Demgegenüber stehen Angriffe der israelischen Armee auf mehr als 12.000 Ziele im Gazastreifen. Darunter seien Waffenlager, Gebäude von führenden Mitgliedern der Hamas, Terroristen und Raketenarsenale gewesen, so ein Armeesprecher.

Kritik an Angriffen auf Flüchtlingslager

Bei wiederholten israelischen Angriffen auf das Flüchtlingslager Dschabalia im Norden von Gaza-Stadt wurden der Hamas zufolge innerhalb von zwei Tagen 195 Menschen getötet. Die Angaben der Kriegsparteien lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

Mehrere UN-Vertreter reagierten mit scharfer Kritik auf das israelische Vorgehen. UN-Generalsekretär António Guterres ließ über seinen Sprecher Stéphane Dujarric ausrichten, er sei "entsetzt über die eskalierende Gewalt im Gazastreifen, auch über die Tötung von Palästinensern, darunter Frauen und Kinder, bei israelischen Luftangriffen auf Wohngebiete des dicht besiedelten Flüchtlingslagers Jabalia." Alle Parteien müssten sich an internationales Recht und das humanitäre Völkerrecht halten, einschließlich der Grundsätze der Verhältnismäßigkeit und der Vorsorge. Jede Tötung von Zivilisten verurteile er aufs Schärfste.

Versorgung von Kranken und Verletzten stark eingeschränkt

Die Krankenhäuser im Gazastreifen können nach Angaben des Hamas-Gesundheitsministeriums kaum noch arbeiten. 16 von insgesamt 35 Krankenhäusern könnten wegen Treibstoffmangels keine Patienten mehr behandeln, teilte ein Sprecher mit. Sie brauchen für ihre Generatoren Treibstoff, um Strom zu erzeugen. Andere Kliniken könnten nur sehr eingeschränkte Versorgung leisten. Ein Teil der Verletzten wird in ägyptischen Krankenhäusern behandelt.

Nach Darstellung des israelischen Armeechefs wird Israel Treibstofflieferungen unter Aufsicht in den Gazastreifen zulassen, sofern es dort in den Krankenhäusern keinen mehr gibt. Seit mehr als einer Woche heiße es jedoch, dass den Kliniken der Treibstoff ausgehe, dies sei aber noch nicht passiert, sagte Herzi Halev. Israel erlaubt die Einfuhr von Treibstoff in den Gazastreifen bislang nicht, weil es einen Missbrauch durch die dort herrschende Hamas befürchtet

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