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Ohio verankert Recht auf Abtreibung in Verfassung

Jubel bei Befüworter:innen des Rechts auf Abtreibung
Jubel bei Befüworter:innen des Rechts auf Abtreibung Copyright Sue Ogrocki/AP Photo
Copyright Sue Ogrocki/AP Photo
Von Euronews mit DPA
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Künftig ist das Recht auf Abtreibung in Ohio bis zur Lebensfähigkeit des Fötus verfassungsrechtlich geschützt.Restriktivere Gesetzesvorhaben in dem Bundesstaat werden mit der Verfassungsänderung ausgehebelt.

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Wählerinnen und Wählerim US-Bundesstaat Ohio haben sich für die Verankerung des Rechts auf Abtreibung in der Verfassung ausgesprochen.

Bei einem Referendum am DIenstag stimmten 56 Prozent für diesen Schritt, 44 Prozent dagegen.

Zuvor hatte es bereits ähnliche Referenden in den Bundesstaaten Michigan, Kalifornien und Vermont gegeben, die ebenfalls im Sinne von Abtreibungsbefürwortern ausgingen.

"Die Demokratie hat gewonnen"

Künftig ist das Recht auf Abtreibung in Ohio bis zur Lebensfähigkeit des Fötus verfassungsrechtlich geschützt - also ungefähr bis zur 24. Schwangerschaftswoche - und auch darüber hinaus, sofern das Leben der Mutter gefährdet sein sollte. Restriktivere Gesetzesvorhaben in dem Bundesstaat werden mit der Verfassungsänderung ausgehebelt.

US-Präsident Joe Biden reagierte erfreut auf die Entscheidung. Die Menschen in Ohio hätten "über den Schutz ihrer Grundfreiheiten abgestimmt - und die Demokratie hat gewonnen".

Flickenteppich nach historischem Urteil des Supreme Court

Seit dem historischen Urteil des Supreme Court liegt die Hoheit über das Recht auf Abtreibung wieder bei den Bundesstaaten.

Das Oberste Gericht der USA hatte im Juni vergangenen Jahres das bis dahin landesweit verfassungsmäßig geschützte Recht auf Abtreibung gekippt. Dadurch ist ein rechtlicher Flickenteppich ist entstanden - vielerorts sind strenge Beschränkungen in Kraft getreten. In 14 Bundesstaaten sind Schwangerschaftsabbrüche praktisch verboten.

Umfragen zufolge unterstützt eine Mehrheit der Menschen in den USA ein begrenztes Recht auf Abtreibung. Ein Jahr vor den Präsidentschaftswahlen beschäftigt das Thema schon jetzt etliche Wahlkämpfe auf bundesstaatlicher Ebene.

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