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Motiv des Pariser Attentäters: "Sterben von Muslimen nicht ertragen"

Gedenken am Anschlagsort in Paris am 3.12.23
Gedenken am Anschlagsort in Paris am 3.12.23 Copyright DIMITAR DILKOFF/AFP or licensors
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Von Euronews mit dpa, AP
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Der Angreifer hatte Samstagabend auf einer Brücke nahe des Eiffelturms ein deutsches Touristenpaar angegriffen und dann zwei weitere Menschen niedergestochen. Ein Deutscher wurde getötet. Vor der Tat bekannte sich der Messerstecher zur IS-Miliz.

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Am Ort des tödlichen Messer- und Hammerangriffs, der sich am Samstagabend in der Nähe des Pariser Eiffelturms ereignet hat, sind Blumen niedergelegt worden. Die französischen Behörden behandeln den Vorfall als "Terroranschlag".

Der Verdächtige, der, wie sich jetzt herausstellte, bereits wegen der Planung eines Anschlags zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt worden war, hatte sich in einem vor der Tat aufgenommenen Video zur Miliz Islamischer Staat bekannt.

Der nationale Staatsanwalt für Terrorismusbekämpfung, Jean-Francois Ricard, sagte auf einer Pressekonferenz am Sonntag: "Eine frühere gerichtliche Untersuchung hat ergeben, dass er aus einer Familie ohne religiöses Engagement stammte und 2015 im Alter von 18 Jahren zum Islam konvertierte und sich schnell der islamischen extremistischen Ideologie anschloss."

Dem französischen Innenminister Gerald Darmanin zufolge sagte der mutmaßliche Täter nach seiner Festnahme, er könne das Sterben von Muslimen sowohl in Afghanistan als auch in Palästina nicht mehr ertragen.

Höchste Alarmstufe bleibt

Französische Ministerinnen und Minister hielten am Sonntag ein außerordentliches Sicherheitstreffen mit Regierungschefin Elizabeth Borne ab. Bei der Terrorattacke wurde ein Deutscher getötet. Medienberichten zufolge soll es sich um einen 23-Jährigen handeln, der auch die philippinische Staasangehörigkeit besaß. Ein Brite und ein Franzose wurden verletzt. Sie seien wieder bei guter Gesundheit, berichteten französische Medien.

Der französische Präsident Emmanuel Macron, der sich auf dem COP28-Gipfel in Dubai aufhält, versicherte auf X, ehemals Twitter, den Angehörigen der Opfer sein Mitgefühl und sein Beileid. In Gedanken sei er bei allen, die von dem "Terroranschlag" betroffen sind.

Auch der deutsche Kanzler Olaf Scholz und die deutsche Außenministerin Annalena Baerbock äußerten sich über den Kurznachrichtendienst X.

In Frankreich gilt seit Wochen die höchste Terroralarmstufe, nachdem ein junger Islamist Anfang Oktober einen Lehrer in der Stadt Arras getötet hatte.

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